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Ex-Tennis-Star hält Debatte um Zverev-Erfolg für "absurd"

Sport

Alexander Zverev hat in dieser Saison endgültig den Schritt zum Grand-Slam-Champion geschafft. Mit zwei Grand-Slam-Titeln und insgesamt 25 Siegen bei den Major-Turnieren zählt der Deutsche zu den prägenden Spielern des Jahres. Dennoch wird über die Qualität seiner Gegner auf dem Weg zu den Titeln diskutiert.

Besonders ins Blickfeld geriet dabei die Tatsache, dass Zverev weder bei den French Open noch bei den US Open auf Jannik Sinner oder Carlos Alcaraz traf. Bei den beiden Turnieren feierte der 29-Jährige insgesamt 14 Siege, allerdings gelang ihm dabei lediglich ein Erfolg gegen einen Spieler aus den Top 10.

Für den früheren US-Open-Finalisten Greg Rusedski ist das jedoch kein Grund, Zvere­vs Leistungen zu relativieren. Der Brite verweist in seinem Podcast "Off Court with Greg Rusedski" auf die grundsätzliche Schwierigkeit, bei einem Grand-Slam-Turnier sieben Matches in Folge zu gewinnen – insbesondere unter dem enormen Druck, als Mitfavorit ins Turnier zu gehen.

"Das Argument, dass Alexander Jannik und Carlos bei den beiden Majors, die er in diesem Jahr gewonnen hat, nicht schlagen musste, ist absurd. Man muss sieben Matches gewinnen, um einen Titel zu holen. Einen Grand Slam gewinnt man nicht zufällig", sagte Rusedski.

Zverev liefert unter Druck

Vor allem bei den French Open habe Zverev enormem Druck standhalten müssen. Nach dem Rückzug von Alcaraz und dem frühen Aus von Sinner und Novak Djokovic rückte der Hamburger endgültig in den Fokus. Im Finale setzte er sich schließlich in fünf Sätzen gegen Flavio Cobolli durch und feierte im Alter von 29 Jahren seinen ersten Grand-Slam-Triumph.

Auch auf Rasen bestätigte Zverev seine starke Saison und erreichte in Wimbledon erstmals das Finale. Bei den US Open ging der Deutsche anschließend erstmals als topgesetzter Spieler in ein Grand-Slam-Turnier.

Für Rusedski haben diese Erfolge die Ausgangslage für die kommende Saison deutlich verändert. Zverev sei nicht länger lediglich ein Spieler, der darauf warte, in die Rivalität zwischen Alcaraz und Sinner einzudringen. Vielmehr habe er sich seinen Platz in dieser Gruppe erarbeitet.

"Wenn wir in Melbourne in die Saison 2027 starten, wird es ein Dreikampf zwischen ihm, Carlos und Jannik sein. Alexander ist jetzt Teil dieser Runde", erklärte Rusedski.

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