Existenzkampf vor der Wahl
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Wahl in Mecklenburg-Vorpommern: CDU im freien Fall – „Sorge vor Scheitern an Fünf-Prozent-Hürde ist da“
Von: Christian Stör
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Bei der MV-Wahl am 20. September droht der CDU ein Debakel. In Umfragen steht sie bei 7 Prozent. Könnte sie gar den Einzug in den Landtag verpassen?
Schwerin – Die CDU ist schwer angeschlagen. Das Debakel von Sachsen-Anhalt hat die Partei in ihren Grundfesten erschüttert. Doch es könnte noch schlimmer kommen. Denn bei der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern droht den Christdemokraten ein historisch schlechtes Ergebnis. Selbst der Einzug in den Landtag ist nicht mehr sicher.
Die Lage der Partei in dem Bundesland sei nicht schön, sagte Marc Reinhardt jetzt dem Tagesspiegel. Der stellvertretende CDU-Fraktionschef im Schweriner Landtag redete nicht um den heißen Brei herum: „Die Sorge vor dem Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde ist da.“ Auch der frühere Partei- und Fraktionschef der Landes-CDU, Eckhardt Rehberg, sah angesichts der Lage in den Umfragen „die Gefahr, dass die CDU aus dem Landtag Mecklenburg-Vorpommern herausfällt“.
CDU stürzt vor der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern immer weiter ab
In Mecklenburg-Vorpommern wird am 20. September ein neuer Landtag gewählt. In den Umfragen vor der MV-Wahl 2026 führt derzeit die AfD vor der SPD. Die CDU sank zuletzt auf mickrige 7 Prozent ab – und steht damit nur noch knapp über der Schwelle für den Einzug ins Parlament. Den Christdemokraten droht den MV-Umfragen zufolge also ein Absturz in nie gekannte Tiefen, wie auch ein Blick auf die bisher schlechtesten Ergebnisse der CDU bei Landtagswahlen zeigt:
9,0 Prozent: Bremen 1951
11,2 Prozent: Hamburg 2020
12,1 Prozent: Brandenburg 2024
13,3 Prozent: Mecklenburg-Vorpommern 2021
14,8 Prozent: Bremen 1958
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„Viele Menschen sind unzufrieden, die Bundesregierung gibt keinen Rückenwind“, sagte Vizefraktionschef Reinhardt. CDU-Wahlkämpfer würden öfter auf Kanzler Friedrich Merz angesprochen. Er sei aber Optimist und wolle bei der Wahl noch „Richtung zehn Prozent“, was „bescheiden genug“ sei.
Zugleich machte Reinhardt Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) für die schlechten Umfragewerte der CDU mitverantwortlich. Sie betreibe einen „inhaltsleeren Populismus-Wahlkampf“, so Reinhardt. „Sie polarisiert, denkt nur an sich. Die CDU gerät so zum Mühlstein zwischen ganz rechts und links.“ Auch Rehberg warf Schwesig Polarisierung vor. Das sei Grund für die bedrohliche Schwäche der CDU. Schwesig mache die AfD stark, wie Umfragen zeigten.
Unterdessen sagte CDU-Spitzenkandidat Daniel Peters gegenüber Welt-TV, dass sich die Partei durch die zunehmende Zuspitzung des Wahlkampfes und die anhaltende Kritik an der Bundesregierung „in einer ernsten Lage“ befinde. „Wir führen mittlerweile einen Existenzkampf.“ (Quellen: dpa, AFP, Daten Landeswahlleitungen) (cs)