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Exoplaneten-Suche: Nasa schickt mächtigstes Weltraumteleskop ins All

Allgemein

Suche nach Exoplaneten

SpaceX bringt neues Nasa-Teleskop ins All – Start hier live verfolgen

Von Steve Haak

30.08.2026 - 12:19 UhrLesedauer: 2 Min.

Am Mittag will die Nasa ihr Weltraumteleskop Nancy Grace Roman ins All bringen. Die Technik dahinter könnte die aufwendige Suche nach Exoplaneten entscheidend voranbringen.

Die Suche nach fremden Welten außerhalb des Sonnensystems startet heute in eine neue Runde: Am Sonntag um 13 Uhr will die US-Weltraumbehörde Nasa ihr Riesenteleskop Nancy Grace Roman Space Telescope (NGRST) von SpaceX ins All schicken. Das Teleskop soll vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral an Bord einer Falcon Heavy starten.

Der ursprüngliche Start war für Mai 2027 geplant. Weil die Nasa die Arbeiten schneller als geplant abschließen konnte, tritt das Teleskop jetzt schon nach rund zehn Jahren Bauzeit seine Reise ins All an. Die Mission ist auf mindestens fünf Jahre ausgelegt.

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Das Ziel des NGRST ist der Lagrange-Punkt (L2), der etwa 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt ist. Dort befindet sich bereits das James-Webb-Weltraumteleskop der Nasa, das 2021 ins All gebracht wurde.

Deutsche Technik an Bord

Zu den Hauptaufgaben des NGRST gehört die Untersuchung dunkler Materie und dunkler Energie sowie die Entdeckung neuer Exoplaneten. Dabei hilft ihm unter anderem das Messinstrument CGI (Coronagraph Instrument, auf Deutsch Koronografeninstrument), das am Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA) in Heidelberg mitentwickelt wurde.

"Das CGI an Bord des Weltraumteleskops Roman ist das anspruchsvollste optische Beobachtungsinstrument, das bislang im Weltall zur Forschung eingesetzt wurde", sagt Oliver Krause, der die Forschungsgruppe Infrarot-Weltraumastronomie am MPIA leitet.

Bis zu tausendfache Verbesserung

Das CGI sei so konstruiert, dass es einen Planeten nachweisen könne, dessen Mutterstern eine Milliarde Mal heller leuchtet. Der Helligkeitsunterschied sei vergleichbar mit dem von Jupiter und der Sonne. Gegenüber den Fähigkeiten derzeitiger Teleskope entspricht das laut MPIA einer bis zu tausendfachen Verbesserung.

Zudem blende das CGI das störende Sternlicht aus, sodass das schwache, von Planeten reflektierte Licht sichtbar wird. Diese Koronografie genannte Beobachtungstechnik kombiniere das Teleskop erstmals mit der sogenannten adaptiven Optik. Diese unterdrückt etwa Streulicht, das den Blick auf schwach leuchtende Planeten verdecken würde.

Das CGI soll damit jetzt auch ältere, kältere Planeten auf engeren Umlaufbahnen nachweisen können. Bisherige Koronografen konnten fast ausschließlich junge, heiße Gasriesen in großer Entfernung von ihrem Stern aufspüren.

Teamarbeit mit anderen Weltraumteleskopen

Das Nancy Grace Roman Space Telescope wird nicht allein arbeiten. Seine Messungen ergänzen sich mit denen des Weltraumteleskops Euclid der Esa, das seit 2023 ähnliche Ziele verfolgt.

Auch mit dem James-Webb-Weltraumteleskop und dem Hubble-Weltraumteleskop soll das NGRST zusammenarbeiten. Während Roman große Himmelsausschnitte erfasst, könnten die anderen Teleskope einzelne Objekte im Detail untersuchen, so die Nasa.

Das sind die Top-Fragen des Tages:

Erste Bilder sollen Anfang 2027 kommen

Nach dem Start beginnt laut der Nasa eine rund dreimonatige Phase, in der das Teleskop entfaltet, kalibriert und getestet wird. Die ersten wissenschaftlichen Bilder erwartet die US-Weltraumbehörde Anfang 2027. Alle Daten sollen unmittelbar nach der Verarbeitung öffentlich zugänglich gemacht werden.

Benannt ist das Teleskop nach Nancy Grace Roman, die 2018 starb. Sie war die erste Chefastronomin der Nasa und gilt als Wegbereiterin der modernen Weltraumforschung. Weil sie maßgeblich an der Planung für das Hubble-Weltraumteleskop beteiligt war, wird sie oft auch als dessen Mutter bezeichnet.

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