DAX +0,66 % 25.629,24 Pkt 18:00:00 MDAX -0,82 % 31.980,52 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,21 % 6.358,01 Pkt 18:00:00 Dow Jones +1,73 % 52.485,03 Pkt 23:22:18 S&P 500 +2,37 % 7.489,72 Pkt 23:22:12 Nasdaq +3,81 % 25.373,85 Pkt 23:15:59 Nikkei +4,03 % 64.362,02 Pkt 08:45:03 Gold +0,17 % 4.107,00 USD 22:59:54 Silber -1,75 % 57,79 USD 22:59:48 Brent +1,22 % 90,12 USD 20:28:19 WTI +1,29 % 84,67 USD 22:59:59 Bitcoin +0,33 % 63.021,51 USD 09:18:04 EUR/USD +0,52 % 1,15270 USD 23:29:22 EUR/GBP -0,31 % 0,85510 GBP 23:29:22 EUR/CHF -0,23 % 0,93060 CHF 23:29:22 EUR/JPY -3,08 % 181,491 JPY 23:29:22

Experte erklärt, was Studie zu Vitamin D und Knochen wirklich bedeutet

Gesundheit

Das Ergebnis dieser großen Übersichtsarbeit klingt zunächst nach einem Paradigmenwechsel: Die Einnahme von Vitamin D und Kalzium schütze kaum vor Knochenbrüchen und Stürzen bei älteren Menschen, stellte ein Forscher-Team von der Universität Montreal fest. „Diese Ergebnisse sprechen nicht für eine routinemäßige Einnahme von Kalzium, Vitamin D oder kombinierten Präparaten zur Vorbeugung von Knochenbrüchen oder Stürzen“, schreiben die kanadischen Studienautoren daher. Dabei gibt es aber eine wichtige Einschränkung: In der Studie waren keine Menschen eingeschlossen, die bereits an Osteoporose oder einer anderen Knochenkrankheit leiden. Oder anders gesagt: Die Studienteilnehmer waren allesamt relativ gesund, hatten kein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche und auch keinen Vitamin-D-Mangel. Studienergebnisse gelten nicht für Osteoporose-Patienten „Das Endergebnis dieser Studie kommt nicht unerwartet: Wenn keine Erkrankung der Knochen vorliegt und die Vitamin-D-Spiegel gut sind, bringt die zusätzliche Einnahme keinen Effekt“, analysiert Stefan Pilz, Stoffwechselexperte von der Abteilung für Endokrinologie am LKH-Uniklinikum Graz. Allerdings betont der Experte auch: „Das bedeutet keinesfalls, dass nun Osteoporose-Patienten die Einnahme von Vitamin D beenden sollen.“ Für die Wirksamkeit von Osteoporose-Medikamenten sei die zusätzliche Gabe von Vitamin D nämlich essenziell: Vitamin D fördere nämlich die Aufnahme von Kalzium im Körper – und Kalzium ist notwendig, um die Knochengesundheit zu verbessern. Zusammengefasst: „Osteoporose-Medikamente wirken besser, wenn die ausreichende Versorgung mit Vitamin D sichergestellt ist“, sagt Pilz. Menschen, die bereits an Osteoporose oder anderen Knochenerkrankungen leiden, sollten sich daher weiterhin an die Empfehlungen ihrer behandelnden Ärzte halten. Vitamin D für Kinder und Schwangere Generell sehen die Empfehlungen für die Einnahme von Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel laut der international führenden Fachgesellschaft „Endocrine Society“ so aus: Menschen ab 75 Jahren sollten Vitamin D einnehmen, weil dadurch das Risiko für einen frühzeitigen Tod gesenkt werden kann; Schwangere, kleine Kinder und Jugendliche sollten ebenfalls Vitamin D einnehmen – gerade Jugendliche verbringen typischerweise zu wenig Zeit im Freien, um die Speicher über ausreichend Sonnenlicht zu füllen; die Einnahme ist auch für Menschen mit Prä-Diabetes empfohlen, da dadurch das Risiko für eine manifeste Diabetes-Erkrankung gesenkt werden kann.

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