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Experte sicher: Putin hat einen fatalen Fehler gemacht

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Experte sicher: Putin hat einen fatalen Fehler gemacht

Von: Lukas Richter

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Ein Experte sieht Putins strategischen Fehler im Drohnenkrieg. In mehr als der Hälfte der Regionen gilt Treibstoff-Rationierung, auch Moskau meldet Engpässe.

Moskau – Wladimir Putin hat in seinem Krieg gegen die Ukraine einen weiteren schweren strategischen Fehler begangen. Diese Ansicht vertritt Ruslan Puchow, Leiter des Moskauer Thinktanks Centre for Analysis of Strategies and Technologies.

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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsinfive.de.

Seiner Meinung nach hat der russische Präsident geglaubt, die Zeit arbeite allein für Russland. Genau diese Zeit habe Kiew genutzt, um eine Massenproduktion für Angriffe tief im russischen Hinterland aufzubauen. Die Folgen sind inzwischen in Russland selbst zu spüren.

Ukrainische Drohnen treffen Raffinerien und andere Energieanlagen so häufig wie nie zuvor, wie die Financial Times unter Berufung auf den polnischen „Think Tank Rochan Consulting“ berichtet. In mehr als der Hälfte der russischen Regionen gelten laut Bericht inzwischen Begrenzungen beim Verkauf von Treibstoff. An Tankstellen bilden sich lange Schlangen.

Raffinerien unter Druck

Nach den ausgewerteten Daten erreichten erfolgreiche ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien im Mai einen monatlichen Höchststand. 16 Treffer seien registriert worden. Seit Jahresbeginn seien russische Raffinerien mindestens 194 Mal getroffen worden. Das sei elfmal so viel wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres, meldet die Financial Times.

Russlands Verteidigungsministerium erklärt, es fange den Großteil der ukrainischen Angriffsdrohnen ab. Doch die Zahl der eingesetzten Flugkörper ist laut der Zeitung so stark gestiegen, dass immer mehr strategische Anlagen getroffen werden.

Im Juni hatte die Ukraine mehrfach Moskaus einzige Ölraffinerie angegriffen. Dabei waren große Brände ausgebrochen, Rauch war über der Hauptstadt aufgestiegen.

Puchow sagte der Financial Times, die Angriffe hätten die vom Kreml verbreitete Darstellung zerstört, das Leben in Russland könne trotz Krieg normal weitergehen. „Auf einer grundlegenden Ebene sehen wir, dass Putin in diesem Krieg einen weiteren fatalen strategischen Fehler gemacht hat“, sagte er. Putin habe die Ukraine nicht zur Kapitulation zwingen können, sondern ihr genug Zeit gegeben, Angriffe über große Distanzen in Serie möglich zu machen.

Engpässe reichen bis Moskau

Die Folgen sind offensichtlich, wie auch das Institute for the Study of War berichtet. Es verweist auf wachsende Treibstoffprobleme in Russland. Die Moskauer Stadtverwaltung habe die Pflicht für Sondergenehmigungen bei Tanklastwagen aufgehoben, damit Benzin weiter in die Hauptstadt geliefert werden könne. Das ISW beruft sich dabei auf das russische Oppositionsmedium „Meduza“.

Auch in der russischen Politik wird das Problem demnach offen benannt. Der Duma-Abgeordnete Michail Deljagin habe Benzinengpässe und Staus in Moskau eingeräumt, schreibt das ISW. Die russische Fluggesellschaft Azimuth habe zudem vor einer kritischen Lage bei Flugbenzin gewarnt.

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