DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.447,15 USD 07:18:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Experten ordnen Gefahr für dessen Herrschaft ein

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Startseite Politik Putin wackelt: Russland-Experte weist auf entscheidendes Datum hin – „Signal der Ohnmacht” droht Von: Momir Takac Uns auf Google folgen Wladimir Putin ist in Russland nicht mehr unumstritten. Experten äußern jedoch wenig Hoffnung, dass der Autokrat bald Geschichte sein könnte. Moskau – Wladimir Putin inszeniert sich seit Jahren als unantastbarer Herrscher des Kremls. Doch der Schein trügt. Im Ukraine-Krieg stagniert die Front, wegen stetiger ukrainischer Drohnenattacken existiert eine Treibstoff-Krise, und Putin verliert an Zustimmung in der Bevölkerung. Der Druck auf den russischen Präsidenten wächst – auch wenn ein Machtwechsel vorerst unwahrscheinlich bleibt. Militärisch gerät das Reich zunehmend in die Defensive. Laut einer Studie der US-Denkfabrik CSIS kann Russland die Verluste an der Front nicht mehr ausgleichen. Demnach verliert die Armee derzeit zwischen 30.000 und 34.000 Soldaten pro Monat, kann aber nur noch rund 27.000 neue Rekruten gewinnen – ein gefährliches Missverhältnis. Gleichzeitig greift die Ukraine nahezu täglich Raffinerien, Treibstofflager sowie Militär- und Logistikstandorte auf russischem Territorium an. Putin droht bei Duma-Wahl im Herbst „echtes Signal der Ohnmacht“ Auch die innenpolitischen Signale sind beunruhigend für den Kreml. Selbst eine kremlnahe Umfrage des Fonds für Öffentliche Meinung attestiert Putin den niedrigsten Zustimmungswert seit Beginn des Ukraine-Kriegs. Demnach vertrauen nur noch 69 Prozent der Befragten dem Präsidenten. Dokumente, die der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj veröffentlicht hat und die angeblich auf internen Kreml-Unterlagen beruhen, prognostizieren Putins Zustimmung bis zur Duma-Wahl im September auf nur noch 55 Prozent. Diese Wahl könnte für Putin zum entscheidenden Gradmesser werden, glaubt Alexey Yusupov, der das Russlandprogramm der Friedrich-Ebert-Stiftung leitet. Allerdings nicht wegen des Ergebnisses – es ist davon auszugehen, dass die Partei „Einiges Russland“ gewinnen wird –, sondern wegen einer möglichen Verschiebung oder Absage der Wahl aufgrund der Stimmung im Land. Sollte dies geschehen, wäre es für Putin ein „echtes Signal der Ohnmacht“, wie Yusupov der Bild sagt. Experten sind sich einig, dass Putin zwar wackelt, ein Sturz dennoch fern ist. „Putins Position ist derzeit nicht gefährdet – aber seine Komfortzone ist weg“, sagt Yusupov. Der Kreml breche sein zentrales Versprechen, dass Russland Krieg und normales ziviles Leben gleichzeitig führen könne. Das Benzin-Chaos erfasst immer mehr Teile des Landes. Russland-Experte: „Der einzige Weg, Putin zu stürzen, wäre, ihn selbst zu töten“ Noch deutlicher formuliert es der Russland-Experte und Auslandskorrespondent Adrian Geiges: Putin habe „ein System der Angst geschaffen, das auf seine Person zugeschnitten ist“. Anders als in der Sowjetunion existiere kein Gremium mehr, das den Präsidenten entmachten könnte. „Der einzige Weg, Putin zu stürzen, wäre, ihn selbst zu töten“ – doch sehe Geiges aktuell „keine Persönlichkeit, die das wagen würde“. Ohne charismatischen Nachfolger drohe dem Land ohnehin das Chaos.

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