DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin -0,05 % 64.280,71 USD 08:19:27 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Experten sagen: Personen, die vor 1980 geboren wurden, gehören zu den letzten Generationen, die diese Etikette immer noch respektiert.

Technologie

Die Art, wie Menschen miteinander sprechen, hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend gewandelt. Technologische Entwicklungen, ständige Erreichbarkeit und die allgegenwärtige Präsenz des Smartphones haben die zwischenmenschliche Kommunikation spürbar verändert. Dabei gerät eine Fähigkeit zunehmend unter Druck, die lange als selbstverständlicher Ausdruck von Respekt galt: dem Gegenüber ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken. Die französische Online-Zeitung „Grazia“ verweist in diesem Zusammenhang auf eine Generation, die in besonderer Weise an einer klassischen Form der Gesprächskultur festhält: Menschen, die vor 1980 geboren wurden. Sie gelten aus Sicht von Experten als die letzte Altersgruppe, für die es selbstverständlich ist, ein Gespräch ohne digitale Ablenkung zu führen. Wer mit jemandem spricht, ist präsent, hört zu und lässt das Smartphone in der Tasche. Das Smartphone als Störfaktor im Gespräch Gerade diese Haltung hebt sich deutlich von heutigen Kommunikationsgewohnheiten ab. Für viele Menschen der älteren Generationen gilt es als ausgesprochen unhöflich, während eines Gesprächs auf das Handy zu schauen oder es demonstrativ auf den Restauranttisch zu legen. Was für manche längst zur Normalität geworden ist, wird hier als Missachtung des Gegenübers verstanden. Für dieses Verhalten gibt es inzwischen sogar einen eigenen Begriff: Phubbing — eine Wortschöpfung aus „phone“ und „snubbing“. Das beschreibt den unangemessenen Gebrauch des Smartphones im sozialen Miteinander. ANZEIGE ANZEIGE Eine Studie der Universität Münster zeigt, dass diese Form der Ablenkung keineswegs harmlos ist. Die Forschenden stellten fest, dass Phubbing bei Betroffenen Gefühle sozialer Ausgrenzung auslöst. Dadurch werden grundlegende Bedürfnisse wie Zugehörigkeit und Selbstwert bedroht, die Stimmung verschlechtert sich und auch das Vertrauen in die Interaktion nimmt ab. Das Smartphone wird damit im Gespräch nicht nur zum Nebenschauplatz, sondern zu einem echten Störfaktor für zwischenmenschliche Nähe. Warum jüngere Generationen anders kommunizieren Bei jüngeren Generationen zeigt sich häufig ein anderes Verhältnis zur digitalen Welt. Wer mit sozialen Medien, Messenger-Diensten und permanenter Online-Verfügbarkeit aufgewachsen ist, erlebt Kommunikation oft unter dem Eindruck ständiger kognitiver Dringlichkeit. Die Barmer Krankenkasse erklärt, was dahintersteckt. Das Phänomen wird als FOMO — Fear of Missing Out – beschrieben, also die Angst, nicht auf dem neuesten Stand zu sein oder entscheidende soziale Momente zu verpassen. Andere Menschen entwickeln bei starker Smartphone-Nutzung sogar Symptome einer Nomophobie: Sie reagieren nervös oder ängstlich, wenn das Handy nicht in Reichweite ist. Die Kommunikationswissenschaftlerin Anisha Arenz von der Universität Amsterdam hat zahlreiche empirische Studien ausgewertet, um herauszufinden, welche Eigenschaften und Verhaltensmuster Phubbing besonders wahrscheinlich machen. Ihr Ergebnis ist eindeutig: Besonders häufig phubben Menschen, denen es generell schwerfällt, das Smartphone aus der Hand zu legen. „Problematische Nutzungsmuster sind der stärkste Prädiktor für Phubbing“, erklärt Arenz. Wer also merkt, dass er mehr Zeit am Handy verbringt als ihm guttut, und sich davon kaum lösen kann, sollte dieses Verhalten ernst nehmen. Was gegen Phubbing hilft Wer Phubbing vermeiden möchte, kann schon mit einfachen Gewohnheiten gegensteuern, beschreibt die Barmer: Das Smartphone im Gespräch außer Sichtweite legen, zum Beispiel in die Tasche. Klingeltöne und Benachrichtigungen ausschalten, um Ablenkungen zu reduzieren. Wenn Erreichbarkeit nötig ist, das kurz ankündigen, das Handy auf Vibration stellen und in der Tasche lassen. Bewusste Smartphone-Pausen im Alltag einplanen, in denen das Gerät zur Seite gelegt oder ausgeschaltet wird. Das eigene Nutzungsverhalten regelmäßig hinterfragen und aufmerksam beobachten.

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