Experten schlagen Alarm: Pleitewelle rollt bis 2027 durch Deutschland
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Berlin – Deutschlands Wirtschaft steckt weiter in der Krise. Folge: Bis Mitte des Jahres gab es rund 12.900 Firmenpleiten – so viele wie seit 2013 nicht mehr. Jetzt schlägt die Creditreform in BILD Alarm: Das ist noch lange nicht das Ende! Laut den Experten frisst sich die Pleitewelle bis zum Jahresende weiter durchs Land. Patrick-Ludwig Hantzsch, Wirtschaftsexperte der Creditreform, erklärt in BILD: „Wir prognostizieren, dass die Zahl der Unternehmensinsolvenzen bis zum Jahresende weiter konstant ansteigen wird.“ Brisant: Mit einem Ende des Firmensterbens rechnen die Experten erst Mitte 2027 – wenn überhaupt. Denn dafür muss alles perfekt laufen. Entwickeln sich die Wirtschaftszahlen hingegen nicht wie erhofft, sind alle Hoffnungen dahin. Rund 27 Prozent der Firmen liefen laut einer Creditreform-Umfrage aktuell Gefahr, ihren Zinsverpflichtungen nicht mehr nachkommen zu können – stecken also im Pleite-Risiko! Weiteres Problem: Von der Insolvenz welle werden viele Firmen mit mehreren Hundert Mitarbeitern erfasst. Firmen, die über Jahrzehnte gewachsen sind und Deutschland wirtschaftlich stark gemacht haben. Besonders bitter: Laut Hantzsch liegen die Insolvenzschäden heute deutlich höher als in vielen früheren Krisenjahren, in denen die Zahl der Pleiten absolut höher war als heute. Der Schaden für Gläubiger lag zuletzt bei 28,5 Milliarden Euro. Deutschland in der „Krisenzange“ Hantzsch spricht von einer „Krisenzange“, die die deutsche Wirtschaft von zwei Seiten packt. Einerseits belasten geopolitische Konflikte, US-Zölle und die schwächelnde Nachfrage aus China die Unternehmen. Andererseits kämpfen sie mit hohen Energiepreisen, Steuern und Bürokratie im Inland. Der Rat der Creditreform an die Firmen: sich nicht auf die Politik verlassen! Die Unternehmer müssten ihre Zahlen im Griff haben, auch investieren, um zu schauen, ob das eigene Geschäftsmodell zukunftsfest sei. Die Politik auf der anderen Seite müsse an Energiekosten und Steuern schrauben – beides müsse runter.