Expertin überzeugt: Prinzessin Leonor leidet unter dem enormen Erwartungsdruck
Spaniens Kronprinzessin Leonor (20) hat ihre dreijährige Ausbildung bei den drei Teilstreitkräften am 10. Juli 2026 offiziell beendet und bereitet sich nun auf ihr im September beginnendes Studium der Politikwissenschaften an der Universidad Carlos III in Madrid vor. Nach dem Ende dieses Lebensabschnitts kehrte die 20-Jährige extrem schnell in den königlichen Alltag zurück: Nur zwei Tage nach dem Abschluss absolvierte sie bereits wieder Termine bei der Verleihung der „Premios Princesa de Girona“. Wie das spanische Magazin „Semana“ berichtet, bedeutet dieser abrupte Übergang zurück ins Rampenlicht eine erhebliche emotionale Herausforderung für die Thronfolgerin. Psychologin warnt vor extremem Erfolgsdruck auf Leonor Die Psychologin Lara Ferreiro warnt vor einer gesellschaftlichen Gewöhnung an die Leistungen der Prinzessin. Je mehr Meilensteine eine Person erreiche – wie etwa Leonors jüngste fliegerische Ausbildung in San Javier –, desto schwieriger werde es, die Öffentlichkeit noch zu überraschen, erklärt die Expertin gegenüber „Semana“. Sie befürchtet eine gefährliche Dynamik: „Leonor läuft Gefahr, in das zu geraten, was wir als hedonistische Anpassung an den Erfolg bezeichnen: Die Gesellschaft gewöhnt sich schnell an ihre Leistungen und beginnt, neue von ihr zu verlangen.“ Es werde von der Thronfolgerin erwartet, dass sie fehlerfrei auftritt, das Publikum emotional erreicht und eine vollendete Königin verkörpert, obwohl sie gerade erst 20 Jahre alt ist. ANZEIGE ANZEIGE König Felipe setzt unbewusst Maßstäbe für seine Tochter Großen Einfluss hat auch die enge Beziehung zu ihrem Vater, König Felipe VI., der einst denselben militärischen Weg einschlug. Eine hohe Auszeichnung für Leonor symbolisiert diese tiefe Verbindung: Zum Abschluss ihrer Ausbildung überreichte ihr König Felipe das Großkreuz des Luftfahrt-Verdienstordens (Gran Cruz del Mérito Aeronáutico) – eine Auszeichnung, die der König selbst im Juli 1988 von seinem Vater erhalten hatte. „Leonor erhält nicht nur die Zustimmung eines Königs, sondern die Bestätigung ihres Vaters, der Jahrzehnte zuvor einen ähnlichen militärischen Weg zurückgelegt hat“, erklärt Ferreiro, die auch als Buchautorin bekannt ist, im Gespräch mit „Semana“. Dies verstärke für die Thronfolgerin den emotionalen Druck, ihren Vater als Vorgänger privat wie beruflich nicht zu enttäuschen.