Explosion 2 Kilometer vom Kreml entfernt: Drei Tote und 15 Verletzte
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Moskau – Explosion mitten im Moskauer Stadtzentrum! Nur zwei Kilometer vom Kreml entfernt kam es am Abend zu einer Detonation im Luxus-Restaurant „Balzi Rossi“. Bei der Explosion starben nach Angaben des russischen Nationalen Antiterror-Komitees (NAK) 3 Menschen, 21 weitere wurden verletzt.
Das Nationale Antiterror-Komitee spricht von einem Anschlag mit einem selbst gebauten Sprengsatz. Nach offiziellen Angaben starb eine Frau beim Versuch, die Bombe in das Restaurant zu schmuggeln. Die weiteren Toten sind laut NAK ein Sicherheitsmitarbeiter, der die Frau am Betreten des Lokals habe hindern wollen, sowie ein Gast des Restaurants.
Elite-Feier im Nobel-Restaurant?
Das betroffene Lokal „Balzi Rossi“ liegt direkt am Kudrinskiplatz im Herzen Moskaus in einem der sogenannten „Sieben Schwestern“ – Gebäude, die Diktator Josef Stalin nach dem Zweiten Weltkrieg errichten ließ. Das „Balzi Rossi“ gilt als ein sehr exklusives Restaurant.
Russische Telegram-Kanäle behaupteten nach der Explosion, dass in dem Lokal eine private Feier von Personen aus der „gesellschaftlichen Elite“ stattgefunden habe. Das Restaurant bestätigte auf Instagram, dass eine Feier stattgefunden hat. Machte allerdings keine Angaben zu den Gästen.
Augenzeugen berichten von Chaos
Augenzeugen berichteten dem Sender RenTV von chaotischen Szenen nach der Explosion. Demnach fand in dem Restaurant gerade eine Hochzeitsfeier mit rund 50 Gästen statt. „Wir waren draußen, es gab eine sehr starke Explosion , wir hörten dann Einsatzfahrzeuge“, schilderten Zeugen. Ein weiterer Augenzeuge berichtete, die Detonation sei so heftig gewesen, dass die Fenster im gegenüberliegenden Wohnhaus vibrierten. Nach seinen Angaben brach trotz der Explosion kein Feuer aus. Kurz darauf seien Verletzte auf Tragen aus dem Gebäude gebracht worden. Eine Frau berichtete zudem von zahlreichen Krankenwagen am Unglücksort. „Ein Mann wurde mit schweren Blutungen abtransportiert“, sagte sie.
Straßen dicht, Radrennen abgesagt
Die russischen Behörden sperrten mehrere Straßen rund um den Kudrinskiplatz ab. Aus Sicherheitsgründen wurde auch das für den Abend geplante Moskauer Nacht-Radrennen abgesagt. Das Gebiet rund um den Explosionsort blieb weiträumig abgesperrt, Einsatzkräfte und Ermittler arbeiteten bis in die Nacht am Tatort.