Explosion in Bulgarien: Unbekannte Drohne schlägt nahe Grenze ein
Nahe Gaspipeline Unbekannte Drohne explodiert in Nato-Staat Von t-online, sic Aktualisiert am 08.08.2026 - 13:47 UhrLesedauer: 2 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! In Bulgarien detonierte am Morgen eine Drohne mit viel Sprengstoff. Flugabwehr und Nato-Stelle meldeten keine Warnung für den betroffenen Luftraum. Eine Drohne, die am Samstagmorgen aus dem Nachbarland Rumänien nach Bulgarien eingedrungen ist, ist nahe der Grenze zwischen den beiden Ländern explodiert. "Die Drohne ist in unmittelbarer Nähe des Grenzübergangs Kardam zu Rumänien" nahe dem Schwarzen Meer im Nordosten des Landes "in 1.000 Metern Entfernung zur Verdichterstation der Transbalkan-Gaspipeline explodiert", teilte der bulgarische Ministerpräsident Rumen Radew nach einer Sitzung des Sicherheitsrats mit. Die Drohne trug demnach eine Großmenge Sprengstoff. Es gebe "keine Opfer", sagte Radew in einem in Onlinediensten verbreiteten Video. Teams der bulgarischen Grenzpolizei und des Verteidigungsministeriums des Landes seien dabei, die Herkunft der Drohne festzustellen, sagte Radew weiter. Der Vorfall ereignete sich gegen 8.10 Uhr. Die Drohne soll in ein Sonnenblumenfeld abgestürzt sein. Die Transbalkan-Pipeline verbindet die Türkei mit der Ukraine. Drohne von Abwehrsystemen nicht erfasst Radews Angaben zufolge haben weder rumänische noch bulgarische Flugabwehrsysteme die Drohne erfasst. Ebenso wenig sei das Land vom Nato-Luftoperationszentrum in Torrejón gewarnt, das den südeuropäischen Lufzraum überwacht. Radev erklärte, die Drohne sei zwar größer als eine Hobbydrohne gewesen und habe eine beträchtliche Menge Sprengstoff geladen. Dennoch sei sie wegen der zu geringen Größe und der niedrigen Flughöhe wohl nicht entdeckt worden. Die bulgarischen Behörden verlegen nun zusätzliche Grenzschutzkräfte und Ausrüstung, um die Fähigkeiten zur Erkennung und zum Abfangen von Drohnen entlang der Landesgrenzen zu Rumänien und der Türkei zu verbessern. In den vergangenen Monaten gab es wiederholt Vorfälle mit Drohnen in osteuropäischen Nato-Ländern, die die Ukraine gegen den russischen Angriffskrieg unterstützen. Rumänien, das häufig mit Drohnenüberflügen konfrontiert ist, ordnete Ende Juli die Ausweisung eines Mitarbeiters der russischen Botschaft an.