Extremwetter: Mindestens 15 Tote und Hunderte Verletzte durch Unwetter in China
Heftige Gewitter und starke Stürme haben in einigen Teilen Chinas zu Toten und Verletzten geführt. In der zentralchinesischen Provinz Hubei meldete der Katastrophenschutz mindestens elf Tote und einen weiteren Vermissten, wie chinesische Staatsmedien berichteten. Die Zahl der Verletzten liege derzeit bei 275. In der Nacht zum Dienstag hatten heftige Stürme vor allem den Osten der Region heimgesucht. Aus einigen Regionen seien auch Tornados gemeldet worden, teilten Staatsmedien mit. In der südlichen Region Guangxi riefen die Behörden in der Hauptstadt Nanning die höchste Hochwasser-Alarmstufe aus, nachdem am Montagmorgen extreme Regenfälle zu einem Dammbruch am Liulan-Stausee in Hengzhou geführt hatten. Von dem staatlichen Fernsehsender CCTV verbreitete Videoaufnahmen zeigten, wie eine Flut aus schlammigem Wasser durch die zerborstene Betonstruktur bricht. Laut den jüngsten offiziellen Angaben starben dort vier Menschen, acht gelten als vermisst. Zehntausende Bewohner und Bewohnerinnen wurden in Sicherheit gebracht. Seit dem Wochenende hatten Ausläufer eines Tropensturms schwere Regenfälle in einige Gebiete gebracht. In sozialen Medien waren Videos von starken Überschwemmungen in der Region zu sehen. Dort sind weiterhin Niederschläge von bis zu 260 Millimetern binnen 24 Stunden vorhergesagt. Weitere Regenwarnungen gibt es für Teile der Nachbarprovinz Guangdong sowie die östlichen Provinzen Anhui, Jiangsu und die nördlich davon gelegenen Provinzen Shandong, Liaoning und Jilin. Erdrutsch verschüttete 33 Menschen Die schweren Regenfälle führten im Nordwesten Chinas zu einem Erdrutsch. Laut Berichten des Staatsfernsehens verschüttete das Unglück im Kreis Tanchang in der Provinz Gansu insgesamt 33 Menschen. Einsatzkräfte retteten bislang 17 Menschen. Die Bergungsarbeiten dauern derzeit noch an, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. In der zentralchinesischen Provinz Hubei kam es zudem am Montagabend zu Wirbelstürmen. Die Tornados rissen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 149 Kilometern pro Stunde Dächer von Gebäuden und warfen Autos um. Mindestens eine Person werde derzeit noch vermisst, meldete Xinhua unter Berufung auf die Katastrophenschutzbehörden. Die Stürme trafen über einen Zeitraum von vier Stunden die Städte Huangshi, Huanggang, Ezhou und Xianning. Tornados sind in Hubei äußerst selten. Der bisher letzte Wirbelsturm dort hatte sich im Mai 2021 ereignet. Taifun könnte China treffen Chinas Präsident Xi Jinping forderte dazu auf, alle Kräfte für die Rettung zu nutzen und die Versorgung von Verletzten zu mobilisieren. Laut dem staatlichen Fernsehsender CCTV ordnete Xi an, »mit vollem Einsatz Notfall- und Rettungsmaßnahmen zu organisieren, Verletzte zu versorgen, betroffene Bewohner anderweitig unterzubringen sowie Katastrophenschutz- und Hilfsmaßnahmen wirksam auszuführen«. In China kommt es in den Sommermonaten immer wieder zu schweren Überschwemmungen. Meteorologen rechnen jedoch in diesem Jahr wegen des Klimaphänomens El Niño mit einem erhöhten Risiko für Extremwetter.