Fabel-Weltrekord von Schwimm-Teenie, fliegt Mihambo zu Gold? Der Sport-Tag am Sonntag, den 16. August 2026
Der Sport-Tag
"So stolz auf ihn": Sprinter halten ganz fest zu Owen Ansah
Die deutsche Sprint-Staffel hat sich nach Silber bei den Leichtathletik-Europameisterschaften vor Owen Ansah gestellt, der wegen einer drohenden Sperre in Birmingham nur auf der Tribüne dabei war. Nach der Siegerehrung für seinen Titel über die 200 Meter verfolgte er - wie schon in der Qualifikation - die Kollegen und begleitete sie auch vor dem Rennen beim Aufwärmen. "Wir wünschen Owen alles, alles Beste von unserer Seite", sagte Marvin Schulte. "Wir sind so stolz auf ihn, was der hier fabriziert hat, dass der zwei Medaillen hier geholt hat."
Ansah hatte vor Gold über 200 Meter bereits Bronze über 100 Meter gewonnen, wurde vom deutschen Verband in den Staffeln aber von vornherein nicht berücksichtigt, um keine nachträgliche Disqualifikation in Team-Wettbewerben zu riskieren. "Wir können uns auf ihn verlassen, er kann sich auf uns verlassen als Staffel und vor allem als deutsche Nationalmannschaft. Wir sind ein Team", sagte Schulte und betonte: "Wir wissen, dass Owen hinter uns steht, und deswegen sage ich auch hier: Wir stehen hinter Owen."
Fabel-Weltrekord mit 19: "Gucken, dass ich schlafen kann"
Nach seinem Weltrekord musste Johannes Liebmann erstmal seine Gefühle sortieren. "Was in mir vorgeht, weiß ich selber noch nicht genau. Es ist auf jeden Fall viel", sagte der neue deutsche Schwimmstar nach seinem sensationellen Goldrennen bei der EM in Paris, "ich muss jetzt auch erstmal gucken, dass ich heute Nacht wieder schlafen kann. Morgen geht es ja weiter."
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Mit Weltrekordzeit: Liebmann schwimmt wieder allen davon
Der 19-Jährige war aufgewühlt, hatte er doch nach Gold über 800 Meter Freistil mit Europarekord noch eins draufgesetzt: Gold über 1500 Meter mit Weltrekord - in einem Rennen, in dem die Konkurrenten um Bronzemedaillengewinner Oliver Klemet schon früh nur noch Staffage waren, als einziger Gegner blieb die Uhr. Je länger das Rennen dauerte, desto deutlicher wurde der Abstand zur bisherigen Bestmarke des amerikanischen Olympiasiegers Bobby Finke. Genau das war seine Taktik: "Ich wollte es von vorne schnell angehen, ich wollte die anderen direkt hinter mir lassen, das Rennen für mich gestalten." Das funktionierte perfekt. Schon nach 400 Metern konnte auch der Ungar Zalan Sarkany nicht mehr mithalten.
Gold-Werfer hat kuriosen Grund für Kieferschmerzen
Julian Weber rieb sich das Kinn. "Mein Kiefer tut echt weh, ich habe so viel rumgeschrien", sagte Europas Speerwurf-König nach seinem Wahnsinns-Wurf zu Gold. Erst im letzten Versuch machte der Mainzer seinen zweiten großen Titel der Karriere klar und konterte den aufmüpfigen Youngster Nick Thumm aus. "Das war schon mit das geilste Feeling, das ich bisher so hatte", sagte Weber über seinen Meisterschaftsrekord von 90,40 Metern: "Da war so viel Adrenalin in diesem Moment."
Weber, trotz einiger Wehwehchen im Vorfeld als Top-Favorit nach Birmingham gereist, übernahm gleich im ersten Versuch mit 83,71 Metern die Führung. Doch danach ging nicht mehr viel bei dem 31-Jährigen. Stattdessen drehte plötzlich Thumm mächtig auf, das Toptalent aus Stuttgart verdrängte Weber im fünften Versuch (83,76) zunächst von der Spitze - doch der Altmeister konterte mit all seiner Klasse. Und ist zurück auf dem Thron. "Das bedeutet mir unfassbar viel."