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Fable: Zwischen God of War und explodierenden Kosten - Microsofts PS5-Kurs in der Kritik

Technologie

Nachdem Microsoft 2024 zunächst kleinere oder ältere Spiele wie „Sea of Thieves“ oder „Grounded“ auf die PS5 portierte, kündigte Xbox unter der Leitung von Ex-CEO Phil Spencer kurze Zeit später eine umfassende Multiplattform-Strategie an. Diese führte dazu, dass selbst Xbox-Schwergewichte wie „Forza Horizon 5“, „Halo: Campaign Evolved“ oder das neue „Fable“ für die PS5 veröffentlicht beziehungsweise angekündigt wurden. In einem aktuellen Artikel beschäftigte sich der Gaming-Journalist und in Xbox-Fragen gewöhnlich gut informierte Insider Jez Corden mit der Entwicklung der näheren Vergangenheit. Dabei bezeichnete Corden die Multiplattform-Strategie Microsofts nicht nur als gescheitertes Unterfangen, sondern wies darauf hin, dass die Xbox-Sparte im Umgang mit den eigenen Marken geradezu selbstzerstörerisch agiert habe. Dies zeige sich unter anderem am Beispiel des Anfang 2027 erscheinenden Rollenspiels „Fable“. Fable als Beispiel für Microsofts umstrittene Strategie Nachdem die Rollenspielreihe jahrelang brachlag, entschied sich Microsoft dazu, sie bei den „Forza Horizon“-Machern von Playground Games unterzubringen. „Anstatt Fable als Xbox-eigene Antwort auf die hochwertigen Exklusivtitel von PlayStation zu positionieren, bringt Microsoft das Spiel stattdessen zeitgleich auch auf die PS5 – im Februar 2027“, so Corden weiter. Dabei sehe sich Microsoft jedoch nicht nur mit hohen Entwicklungskosten konfrontiert, die auf „unangenehme Art und Weise über das zunächst geplante Budget hinausgeschossen“ sein sollen. Darüber hinaus zeigte die Entwicklung der vergangenen Tage, dass Sony beziehungsweise die PlayStation Studios erwartungsgemäß wenig Rücksicht auf Microsofts Multiplattform-Ansatz nehmen. Wie am Wochenende bekannt gegeben wurde, erscheint „God of War: Laufey“ am 16. Februar 2027 und somit eine Woche vor „Fable“. Daraus ergebe sich für Microsoft ein doppeltes und zu großen Teilen selbst verschuldetes Problem. Zum einen werde der Februar-Release von „God of War: Laufey“ massive Auswirkungen auf die Verkaufszahlen von „Fable“ auf der PS5 haben und diese negativ beeinflussen, wie Corden prognostiziert. Xbox verliert durch Multiplattform-Kurs an Bedeutung Zudem stelle sich Microsoft bei seinem langfristigen Ziel, der Xbox-Sparte wieder zu alter Stärke zu verhelfen, selbst ein Bein. Corden zufolge verdeutliche das Timing der Veröffentlichungen von „God of War: Laufey“ und „Fable“ ein grundlegendes Problem: Auf der PS5 erhalten Spieler nicht nur große Exklusivtitel von Sony, sondern zusätzlich auch wichtige Xbox-Marken. Dadurch verliere die Xbox für langjährige Fans wie Neukunden zunehmend an Attraktivität, während Microsofts Multiplattform-Strategie laut Corden gleichzeitig die eigene Plattform und die Bindung an die Marke schwäche. „Wie dem auch sei: Der Veröffentlichungstermin von God of War: Laufey ist höchstwahrscheinlich ein Zufall. Aber zumindest symbolisch ist er eine deutliche Erinnerung daran, wie dumm Microsofts Ansatz zur Xbox-Exklusivität bisher gewesen ist. Es war eine nette Vision. Die idealistische Vorstellung, dass Spieler unabhängig von der Plattform auf Inhalte zugreifen können“, fasste Corden seine Kritik abschließend zusammen.

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