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Fall Fabian: Angeklagte sah sich beim Geld abhängig von Fabians Vater

Nation

Stand: 07.07.2026 16:28 Uhr Das ständig fehlende Geld hat im Leben der im Mordfall Fabian angeklagten Gina H. offenbar eine große Rolle gespielt. Sie fühlte sich in dieser Hinsicht von Fabians Vater abhängig, wie im Mordprozess in Rostock deutlich wurde. von Andreas Frost Die im Mordfall Fabian angeklagte Gina H. hat sich wenige Monate vor dem Tod des Jungen in großer finanzieller Abhängigkeit von Fabians Vater gesehen, mit dem sie vier Jahre lang zusammen war. Im April 2025 lamentierte sie in einer Sprachnachricht, die am Dienstag im Prozess am Landgericht Rostock abgespielt wurde, es sei schlimm, "dass du mich erpressen kannst, dass ich alles verlieren würde". Ohne das Geld von Fabians Vater könne sie sich keinen Traktor leisten, kein Futter für ihre fünf Pferde und nicht ihren Kredit abzahlen. "Gibst du mir kein Geld, kann ich dies nicht, kann ich das nicht", was Fabians Vater ausnutzen würde. "Muss mir reichen Mann suchen" In einer Nachricht an einen Bekannten sagt sie kurz bevor sich Fabians Vater im August 2025 von ihr trennte, sie müsse "einen reichen Mann finden", sonst "kann ich nichts". Beide Nachrichten der Angeklagten verdeutlichen mehr als der bisherige Prozessverlauf einen Vorwurf der Staatsanwaltschaft. Demnach soll Gina H. versucht haben, Fabians Vater für sich zurückzugewinnen, weil sie unter anderem befürchtete, ihren Lebensstandard sonst nicht halten zu können. Für Staatsanwaltschaft weiteres Indiz für Motivlage Erst in der vergangenen Woche war im Prozess ein Telefonat zur Sprache gekommen, das ebenfalls als Indiz für die von der Staatsanwaltschaft vermutete Motivlage gelten könnte. Demnach beklagte sich Gina H. im Oktober 2025, dass Fabian in den Medien als lieber Junge dargestellt würde. In ihren Augen war Fabian keineswegs so lieb, sagte Gina H. gegenüber einer Freundin. Er habe versucht, ihre Beziehung zu Fabians Vater auseinanderzubringen. Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass die Angeklagte glaubte, Fabian stünde ihr bei ihrem Versuch im Wege, seinen Vater wieder für sich zu gewinnen. Deshalb habe sie das Kind am 10. Oktober 2025 aus der Wohnung der Mutter in Güstrow gelockt und es an einem Tümpel bei Klein Upahl (Landkreis Rostock) erstochen und verbrannt. Dort wurde Fabian vier Tage später gefunden. Keine Informationen für den Vater Unterdessen verdeutlichten vor Gericht vorgespielte Sprachnachrichten erneut die heftigen Probleme, die die Beziehung zwischen Gina H. und Fabians Vater seit Langem belasteten. Die Zeugenaussagen von vier Polizistinnen unterstrichen noch einmal das teilweise auffällige Verhalten von Gina H. In der Nacht, in der sie mit zwei Bekannten bereits vor dem "offiziellen" Fund bei der Leiche gewesen sein soll, warf sie Fabians Vater vor, er würde bei seiner Suche Frauen einbeziehen, die ihr nicht passten. Dem Mann, den sie für sich zurückgewinnen wollte, sagte sie allerdings nicht, dass sie den toten Jungen bereits entdeckt hatte. Auch als sie am nächsten Vormittag die Polizei über ihren angeblich zufälligen Fund informierte, ließ sie Fabians Vater weiterhin im Ungewissen. Er erfuhr vom Tod seines Sohnes später aus den Medien. Polizistin kommen die Tränen Der Anblick des toten Fabian brachte eine Polizistin neun Monate danach vor Gericht zum Weinen. Sie war am 14. Oktober als erste Beamtin am Tümpel bei Klein Upahl und sie war schockiert vom Zustand des Leichnams. "Ihm wurde seine Ehre genommen", fasste sie ihren Eindruck zusammen. Der Prozess wird am Donnerstag und danach erst Anfang August fortgesetzt. Er hat Ende April begonnen und wird voraussichtlich bis in den September hinein andauern. Fall Fabian - Alle Podcast-Folgen

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