Fall Fabian: Gericht entscheidet über wichtige Beweisanträge
AUDIO: Fall Fabian voraus Prozesstag 30 (1 Min)
von Andreas Frost
Am Rostocker Landgericht findet an diesem Mittwoch der 30. und wahrscheinlich recht kurze Verhandlungstag im Fabian-Prozess statt. Die 3. Strafkammer will lediglich zwei kurze Videos im Gerichtssaal vorführen und über Beweisanträge entscheiden. Die Verteidiger der wegen Mordes angeklagten Gina H. wollen erreichen, dass das Gericht ein weiteres Gutachten in Auftrag gibt.
Handys sollen analysiert werden
Bei diesem Gutachten würde es um die Bewegungsdaten gehen, die in den Handy der 30-jährigen Angeklagten und im Handy eines wichtigen Zeugen gespeichert sind. Eine Analyse könnte helfen nachzuvollziehen, wann und wie die Handys an jenen Tagen im Oktober 2025 bewegt wurden, als der achtjährige Fabian aus der Güstrower Wohnung seiner Mutter verschwand und bei Klein Upahl am Rande eines Tümpels ermordet wurde.
Verteidiger zweifeln an erster Auswertung
Sensoren speichern in modernen Handys, ob sie gerade irgendwo still herumliegen oder ob der Benutzer mit ihnen geht, läuft oder in einem Fahrzeug fährt. Die bisherige Auswertung dieser Daten hatte die Verteidiger nicht überzeugt. Auch die Rechtsanwältin von Fabians Mutter, die als Nebenklägerin am Prozess beteiligt ist, hofft etwa auf präzisere Angaben, wann Gina H. mit ihrem Auto unterwegs war.
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Jetzt im Podcast: Warum gibt es neue Prozesstermine? Und was haben Beschäftigte aus Fabians Hort im Gericht erzählt.
Überraschende Verlängerung
In der vergangenen Woche hatte die Strafkammer mit der Staatsanwaltschaft und den Verteidigern drei weitere Termine ausgemacht, die sie sich freihalten sollen. Demnach würde das Urteil nicht schon im Oktober, sondern erst am 10. November fallen. Die Verlängerung kam überraschend und hängt möglicherweise mit der beantragten neuen Bewegungsdaten-Analyse zusammen, die eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen würde.
Im Mordprozess in Rostock hat die Angeklagte stundenlang Fragen beantwortet. Das Gericht schien am Ende nicht mit all ihren Antworten zufrieden zu sein.
Fabian wurde erstochen
Fabian wurde am 10. Oktober vergangenen Jahres von seiner Mutter als vermisst gemeldet. Vier Tage später teilte die angeklagte Gina H. der Polizei mit, die Leiche gefunden zu haben. Die Staatsanwaltschaft wirft Gina H. vor, Fabian aus der Wohnung seiner Mutter gelockt und bei Klein Upahl erstochen zu haben. Später soll sie dorthin zurückgekehrt sein, um den Leichnam anzuzünden.
Das Kind war der Sohn des damaligen Ex-Freundes der Angeklagten. Sieben Wochen vor Fabians Verschwinden hatte sich der Vater von Gina H. getrennt. Die Staatsanwaltschaft unterstellt in ihrer Anklage, Gina H. habe geglaubt, Fabian sei bei ihrem Bestreben im Weg gewesen, die Beziehung mit Fabians Vater wieder aufnehmen zu können. Mit einem Urteil ist nun im November zu rechnen.
Im Mordprozess zum Tod des achtjährigen Fabian will die Angeklagte nun doch Fragen des Gerichts und der Staatsanwaltschaft beantworten.
Gina H. war erbost und reagierte im Mordprozess am Landgericht Rostock mit einem kurzen Gefühlsausbruch.
Fall Fabian - Alle Podcast-Folgen
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Jetzt im Podcast: Der Richter fragt Gina H., warum sie lüge. Und was die erneute Befragung der Angeklagten gebracht hat.
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Im Podcast geht es um die Befragung von Gina H. im Gericht und wie sie versucht hat, viele Ungereimtheiten zu erklären.
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Im Podcast geht es um die Aussage von Kindern. Sie wollen Fabian am Nachmittag des 10. Oktober in Güstrow gesehen haben.
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Im Podcast geht es um die Aussage einer Gefängnis-Psychologin, die erklärt, wie sich Gina H. in der Haftanstalt verhält.
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Die Verteidigung brachte einen Social Media-Aufruf ins Gericht. Die Anwältin von Fabians Mutter bezweifelt die Echtheit.
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Im Podcast geht es darum, wie die Angeklagte am Tag des Mordes unterwegs war und wie sie die Ermittler angelogen hat.
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Die Angeklagte hat sich erstmals selbst zu den Vorwürfen geäußert und versucht, Zweifel an Zeugen zu säen.
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Der Richter droht mit einem Verbot von elektrischen Geräten. Auch wurden Videos gezeigt, wie Gina H. ihr Pferd schlägt.
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Warum so viele Zuschauer den Prozess im Gericht verfolgen, darüber sprechen wir mit der ZEIT-Journalistin Leonie Daumer.
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Im Podcast geht es um die Aussage des Psychotherapeuten von Gina H. Er erkannte eine instabile Persönlichkeitsstörung.
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Im Podcast geht diesmal um die Aussagen von Gina H., dass sie sich finanziell von Fabians Vater abhängig fühlte.
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Im Podcast: Ein Zeuge hat erzählt, ihm seien 5.000 Euro geboten worden, um eine Falschaussage zu machen.
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Zum ersten Mal seit seiner Befragung war Fabians Vater wieder im Gericht und hörte, was andere über die Gina H. sagten.
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Ein Team von Fallanalytikern hat den Tathergang rekonstruiert und Rückschlüsse zu einem Täter oder einer Täterin gezogen.
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Die Angeklagte sieht sich als Opfer eines Shitstorms. Das beklagte sie bei Fabians Vater kurz nach dem Tod des Kindes.
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Unter Tränen hat eine ehemalige Freundin von Gina H. ausgesagt. Sie wollte unbedingt ihre Sicht der Dinge loswerden.
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Ein Zeuge belastet die Angeklagte. Sie habe mit ihm ein Alibi abgesprochen. Und er war an der Leiche – vor der Polizei.
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Die Angeklagte war frühzeitig mit einem Bekannten am Fundort der Leiche. Wie er sagt, wurde er gezielt dort hingeführt.
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Die Angeklagte machte widersprüchliche Angaben. Wir ziehen ein Zwischenfazit und beantworten Hörer-Fragen.
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Am Gericht wurden die Ergebnisse der Obduktion gezeigt: Woran genau starb Fabian? Es ging auch um abgehörte Telefonate.
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Diesmal geht es um die Spurensuche am Leichenfundort und auch die Fotos der Spurensicherung von Fabins Leiche.
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Am siebten Verhandlungstag sind Analysen vorgestellt worden – zu Textilfasern, digitalen Daten und Blutspuren.
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Der Pick-up der Angeklagten stand erneut im Fokus. Auch die Brandspuren am Fundort der Leiche spielten eine Rolle.
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Gina H. hatte kurz nach dem Verschwinden Fabians gesagt, sie sei die ganze Zeit in ihrem Pferdestall gewesen. Das stimmte aber offenbar nicht.
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Am vierten Prozesstag wurden unter anderem Freunde von Fabian befragt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Vater.
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Am dritten Prozesstag wird ausschließlich Fabians Vater befragt. Und er macht deutlich, dass er zur Angeklagten hält.
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Am zweiten Prozesstag wurden die Mutter und der Vater von Fabian befragt - sieben Stunden lang.
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Der gewaltsame Tod des Achtjährigen hat Deutschland aufgewühlt. Jetzt hat der Prozess mit der Anklageverlesung begonnen.
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NDR 1 Radio MV | Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern | 22.09.2026 | 18:30 Uhr
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