Fall Fabian: Psychogramm der Angeklagten Gina H.
Von den vielen denkwürdigen Szenen seit Beginn des Prozesses im Fall Fabian spielt eine nicht vor Gericht, sondern bei der Rostocker Polizei. Es ist der frühe Abend des 14. Oktober 2025. Zwei Kameras zeichnen die Vernehmung der Zeugin auf, die den Leichnam des vermissten Achtjährigen bei einem Spaziergang entdeckt haben will. Eine gute Stunde lang antwortet Gina H. auf Fragen zu ihrem Leben und wirkt dabei, als würde sie die Aufmerksamkeit genießen. Dass sie den Ermittlern eine Lügengeschichte auftischt, was den Fund des toten Kindes angeht, wird erst später klar. Irgendwann sagt Gina H.: „Verstehen Sie mich nicht falsch, aber meine Nerven sind durch. Warum ich? Hätte ihn nicht jemand anders finden können?“