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Fall? Kreml widerspricht Trump

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Putin gegen Trump bei Pest-Berichten: Kreml rudert zurück – und widerspricht dem US-Präsidenten

Von: Momir Takac

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Der Lungenpest-Fall in Sibirien weitet sich aus. Während es Berichte über ein zweites Todesopfer gibt, herrscht Verwirrung über ein Putin-Trump-Telefonat.

Moskau – Was geschah in Sibirien, wo eine Labormitarbeiterin an den Folgen von Lungenpest gestorben ist? Diese Frage beschäftigt inzwischen die Weltpolitik. Neben der EU und der Weltgesundheitsorganisation fordern auch die USA Aufklärung. US-Präsident Donald Trump wollte über den Fall mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin telefonieren. Doch darüber herrscht Verwirrung.

Trump sagte, er werde wegen des Pest-Falls „sehr bald“ mit Putin ein Telefonat führen. Doch in Moskau weiß man wohl von nichts. Moskau und Washington hätten sich noch nicht auf ein Telefongespräch geeinigt, es sei unklar, wann es stattfinden werde, sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow der staatlichen Nachrichtenagentur Tass.

Lungenpest-Fall in Sibirien: Russland verwundert über Trumps Telefonat-Aussage

Der Fall ist brisant. Zum einen, weil die russische Führung wenig transparent agiert, und zum anderen, weil es Berichte über ein mögliches zweites Lungenpest-Opfer in Sibirien gibt. Anfang Oktober war bekannt geworden, dass am Forschungszentrum zur Pestbekämpfung in Irkutsk eine 28 Jahre alte Laborarbeiterin an Lungenpest gestorben war. Die Frau soll sich durch ein zerbrochenes Reagenzglas infiziert haben.

Laut der Nachrichtenwebsite Menschen des Baikal wurden rund 200 Kontaktpersonen der Laborantin unter Quarantäne gestellt. Nun gab es Berichte über einen zweiten möglichen Pest-Fall. Peskow sagte dazu: „Der überwiegende Teil dessen, was die Medien in diesem Zusammenhang berichten, sind Falschinformationen.“ Man solle sich ausschließlich auf Angaben der staatlichen russischen Gesundheitsbehörde Rospotrebnadsor verlassen.

Rospotrebnadsor erklärte ihrerseits, dass „keinerlei epidemische Risiken“ bestehen. „Mehr als 90 Prozent der Kontaktpersonen haben die medizinische Überwachung abgeschlossen. Es wurden keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit einer Infektionskrankheit festgestellt.“

US-Außenministerium verlangt von Moskau Aufklärung im Lungenpest-Fall

Das US-Außenministerium verlangte von den russischen Behörden bereits zuvor eine rasche und transparente Informationspolitik. Das Wall Street Journal berichtete, dass das US-Außenministerium Russland eine vertrauliche diplomatische Mitteilung übermittelte – eine sogenannte Demarche. Darin wurde Moskau gewarnt, dass das Verschweigen von Einzelheiten seinen internationalen Verpflichtungen im Gesundheitsbereich zuwiderlaufe.

Allerdings sagte Putin-Sprecher Peskow am Mittwoch, dass er keine Kenntnis über eine US-Forderung nach Aufklärung habe. Sein Land habe die WHO informiert. Womöglich findet Trumps Gespräch mit Putin tatsächlich schon bald statt. „Heute ist sein Geburtstag“, sagte der US-Präsident zur Frage nach dem Zeitpunkt des Telefonats in Washington. (Quellen: Wall Street Journal, Tass, Menschen des Baikal) (mt)

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