Fall Stade: Mutmaßlicher Täter stirbt in JVA Bremervörde - Suizid
Nach sechs Toten in Stade: Mutmaßlicher Täter ist tot Stand: 21.07.2026 15:04 Uhr Der mutmaßliche Täter im Fall Stade ist laut dem niedersächsischen Justizministerium tot. Er befand sich in der JVA Bremervörde in Untersuchungshaft. Nach derzeitigem Stand der Erkenntnisse handelt es sich um einen Suizid. Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen den Angaben zufolge aktuell nicht vor. Der 45-Jährige wurde am Morgen in seiner Zelle leblos aufgefunden, wie das niedersächsische Justizministerium mitteilte. Ein gerufener Notarzt habe wenig später den Tod festgestellt. Die Ermittlungen zur Todesursache sind eingeleitet worden. Dem Ministerium zufolge wurden sowohl die Angehörigen des Toten als auch der Opfer in Stade informiert. Fall Stade sorgt bundesweit für Entsetzen Der Mann gilt als mutmaßlicher Täter des Schusswaffenangriffs, bei dem Ende Juni in einer Mutter-Kind-Einrichtung in Stade sechs Menschen starben. Drei der Opfer arbeiteten in der Jugendhilfeeinrichtung in Stade, drei weitere waren Mitarbeitende des Jugendamtes der Region Hannover. Der Verdächtige saß seit der Tat in Untersuchungshaft. Der Fall hat bundesweit für Entsetzen gesorgt und eine Debatte über die Sicherheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im sozialen Bereich ausgelöst. Wie geht es mit dem Verfahren weiter? Nach dem Tod des 45-Jährigen könnte das Verfahren nun eingestellt werden. Es werde alles eingestellt, wenn sich heraustelle, dass der Mann der alleinige Täter war und keine Straftaten Dritter vorliegen, teilte die Staatsanwaltschaft Stade auf NDR Anfrage mit. Die Ermittlungen gegen die Fahrerin des Fluchtwagens und die Mutter des gemeinsamen Kindes würden formal weitergeführt.