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Fällt aus 400 m in die Nordsee: Royal Navy wirft zum ersten Mal erfolgreich Seedrohne aus Flugzeug

Technologie

Die britische Marine hat nach eigenen Angaben erstmals eine unbemannte Seedrohne per Fallschirm aus einem Militärflugzeug ins Meer abgesetzt. Bei dem Test ging eine Kraken K3 Scout aus einem Airbus A400M über der Nordsee aus rund 400 Metern Höhe ins Wasser.

Vier Abwürfe in sechs Tagen

Laut „Tekniikka & Talous“, einem finnischen Technik- und Wirtschaftsmagazin, wurde der Versuch innerhalb von sechs Tagen insgesamt viermal mit demselben unbemannten Boot wiederholt. Die Seedrohne hing dabei an einer speziellen Trägerkonstruktion von Capewell und ging mit einem Fallschirmsystem ins Wasser. Der Test sollte zeigen, dass das Fahrzeug den Abwurf übersteht und danach einsatzfähig bleibt. Genau das sei gelungen.

Damit gäbe es eine neue Möglichkeit Boote direkt aus der Luft in schwer erreichbare Seegebiete zu verlegen. Kleine unbemannte Boote müssen bislang meist aufwendig in ihr Einsatzgebiet gebracht werden. Die Kraken K3 Scout kann unter anderem für folgende Aufgaben eingesetzt werden: Überwachung auf See, Schutz eigener Kräfte und gezielte Angriffe.

Project Beehive und neue Technik

Der Test lief mit Unterstützung der Royal Navy im Rahmen von Project Beehive. Laut „Naval News“, einem Fachportal für Marine- und Rüstungsthemen, wurden bei den Versuchen auch Einsätze bei Seegang bis Stufe 4 (mäßiger bis merklicher Seegang) geprüft. Außerdem kam ein neues Freigabesystem zum Einsatz, das die Last beim Übergang von Luft zu Wasser kontrolliert lösen soll.

Kraken-Chef Mal Crease erklärte laut „Naval News“, man habe gezeigt, dass die K3 Scout direkt aus einem Militärtransporter in umkämpfte oder schwer zugängliche Gewässer gebracht werden könne und dort sofort einsatzbereit sei. Für Marinen wäre das vor allem dann wichtig, wenn in der Nähe kein Hafen, kein Begleitschiff und keine sichere Infrastruktur verfügbar sind.

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