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"Falsch entwickelt": Kehrt Mercedes wieder zum alten Auto zurück?

Sport

(Motorsport-Total.com) - Ist das große Update, das Mercedes zum Formel-1-Rennen in Malaysia am vergangenen Wochenende mitbrachte, ein Reinfall oder nicht? Während man bei Mercedes selbst noch dabei ist, die Daten auszuwerten, hat Experte Ralf Schumacher sein Fazit bereits gezogen.

"Ich bin der Meinung, dass der alte Mercedes an dem Wochenende schneller gewesen wäre", sagt der sechsmalige Grand-Prix-Sieger im Podcast Backstage Boxengasse von Sky. Kimi Antonelli hatte das Rennen in Sepang auf Rang zwei hinter Max Verstappen beendet.

Zwar hätte es ohne den Ausfall von George Russell vermutlich sogar zu einem Doppelpodium gereicht, doch dass der Red Bull am Wochenende schneller war, "würde mir jetzt auch ein bisschen Sorgen machen", erklärt Schumacher. Denn Mercedes habe offenbar "falsch entwickelt".

"Problem ist wohl, dass die Balance irgendwie falsch ist", sagt er über das Update für den W17 und erklärt: "Man hat zwar mehr Downforce, aber ich glaube, mehr nach hinten. Mit dem Vorderflügel kann man das offensichtlich nicht so kompensieren."

Dadurch müsse man "das Set-up ändern, und vielleicht musst du an dem Auto dann auch zu viel auf der Hinterachse wegnehmen, um Untersteuern zu unterbinden. Das heißt härter werden, dadurch werden die Reifen schneller heiß und so weiter. Also irgendwas passt da hinten und vorne nicht", glaubt der Experte.

Funktioniert das Update in Singapur besser?

Bei Mercedes selbst vermutet man, dass die Probleme am Wochenende auch mit den speziellen Eigenschaften der Strecke in Malaysia zu tun gehabt haben könnten. Das Auto habe sich "nicht im gewohnten Wohlfühlfenster" befunden, so der stellvertretende Teamchef Bradley Lord.

Als Faktoren nennt er das Update selbst, aber auch die hohen Streckentemperaturen in Malaysia und den rauen Asphalt dort. "Es ist gewissermaßen ein dreidimensionales Problem, das wir durcharbeiten müssen", erklärt er und betont, es werde "keine ganz einfache Angelegenheit, das aufzudröseln".

Auf die Frage, ob das Update langfristig also doch noch ein Erfolg werden könnte, antwortet Schumacher trotzdem: "Ich kann es mir fast nicht vorstellen." Zwar könne es sein, dass Mercedes in Singapur am kommenden Wochenende weniger Probleme als in Malaysia haben werde.

"Das ist so die Art der Strecke, da braucht man wirklich ein einfach zu fahrendes Auto", erklärt er. "Aber in Austin mit den ganzen Geraden, mit diesen schnellen, langgezogenen Kurven, [...] da wüsste ich nicht, wie sie das hinkriegen sollten", so Schumacher.

Toto Wolff selbst erklärte bei Sky am Wochenende bereits, dass es "nicht ausgeschlossen" sei, in Zukunft wieder zum alten Paket zurückzukehren. Schumacher ist sich "nicht ganz sicher", ob das bereits beim nächsten Rennen in Singapur passieren wird.

"Aber spätestens in Austin glaube ich fast, dass sie dann wieder mit dem alten Auto fahren werden", so Schumacher. Toto Wolff hat kurz nach diesen Aussagen bestätigt, dass für Singapur zunächst einmal Vergleichstests der beiden Pakete geplant sind.

Mercedes werde "über das gesamte Wochenende hinweg sowohl das neueste Update-Paket als auch unsere bisherige Spezifikation bewerten, um sicherzustellen, dass wir genau verstehen, in welche Richtung wir gehen müssen", kündigt der Teamchef an.

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