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Familie klagt über Lärm und Kohlenstaub

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Familie nach TUI-Kreuzfahrt bitter enttäuscht: „An zwei Tagen komplett zunichtegemacht“

Von: Martina Hunger

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Eine Familie freut sich auf zehn Tage Kreuzfahrt mit der „Mein Schiff Relax“. Doch ausgerechnet bei zwei Hafenstopps wird die erhoffte Erholung zum Problem: Die Urlauber berichten von stundenlangem Baulärm, Kohlenstaub und Ruß.

Kiel – Zehn Nächte auf Kreuzfahrt, mehrere Metropolen an der Ostsee und dazu ein Schiff, das bereits „Relax“ im Namen trägt: Für eine vierköpfige Familie sollte die Reise mit der „Mein Schiff Relax“ im August vor allem Erholung bringen. Doch nach der Rückkehr fällt das Fazit deutlich gemischter aus. Bei zwei Hafenaufenthalten hätten stundenlanger Lärm, Ruß und Staub die Urlaubsfreude erheblich getrübt.

Die Kreuzfahrt startete am Sonntag (2. August) in Kiel und führte unter anderem über Gdynia, Tallinn, Helsinki, Stockholm und Kopenhagen zurück nach Deutschland. TUI Cruises hatte die zehntägige Route unter dem Namen „Zeitlose Ostsee, hyggeliges Kopenhagen“ angeboten.

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Kreuzfahrt-Urlauber berichten von 14 Stunden Baulärm

Besonders der Aufenthalt in Kopenhagen blieb der Familie in schlechter Erinnerung. Das Schiff lag dort über Nacht vom Montag (10. August) bis Dienstag (11. August). Nach Schilderung des Familienvaters Guido D. seien an beiden Tagen Pfahlrammarbeiten deutlich zu hören gewesen.

Insgesamt habe der Baulärm rund 14 Stunden angedauert. Ausschlafen oder die gebuchte Balkonkabine entspannt nutzen sei dadurch kaum möglich gewesen. Der Familienvater schreibt, der Erholungswert sei an diesen beiden Tagen „komplett zunichtegemacht“ worden. Dabei blieb es nicht. Bereits zuvor hatte die Kreuzfahrt im polnischen Gdynia Station gemacht – und auch dort fühlte sich die Familie massiv gestört.

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Kapitän soll vor weißer Kleidung gewarnt haben

Das Problem war dort ein anderes. Die „Mein Schiff Relax“ lag in einem Hafen, der neben Kreuzfahrtschiffen auch für umfangreichen Güterumschlag genutzt wird. Der Hafen Gdynia beschreibt sich selbst als Universalhafen, in dem unter anderem Massengüter abgefertigt werden.

Nach Darstellung der Familie liefen während des Aufenthalts über mehr als zwölf Stunden Verladearbeiten. Neben Lärm seien Ruß und Staub über das Schiff gezogen. Besonders ungewöhnlich: Der Kapitän habe die Passagiere über die Bordlautsprecher sogar davor gewarnt, weiße Kleidung zu tragen.

Die Familie betont allerdings auch, dass längst nicht die gesamte Kreuzfahrt negativ verlaufen sei. Kabine, Verpflegung und große Teile des Services hätten überzeugt. Auch die Stopps in Stockholm und Helsinki seien sehr schön gewesen. Der Ärger entzündete sich vor allem daran, wie anschließend mit ihrer Beschwerde umgegangen worden sei.

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TUI Cruises reagiert auf Kritik der Familie

Nach der Kreuzfahrt wandte sich die Familie an TUI Cruises. Sie habe zunächst Antworten erhalten, wonach Geräusche in Hafengebieten grundsätzlich vorkommen könnten. Eine konkrete Entschädigung wurde nach Angaben des Betroffenen nicht angeboten.

Auf Anfrage von IPPEN.MEDIA erklärte TUI Cruises später, Rückmeldungen von Gästen sehr ernst zu nehmen. Beeinträchtigungen durch Bauarbeiten oder betriebliche Aktivitäten in Häfen könnten das Reiseerlebnis beeinflussen, lägen aber nicht immer im Einflussbereich der Reederei. Sollte sich die Familie nicht angemessen behandelt gefühlt haben, bedauere das Unternehmen dies.

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