Fanartikel verkaufen sich schlechter – Händler schließen ihre Läden
Das Geschäft mit Fanartikeln von US-Präsident Donald Trump läuft offenbar nicht mehr so gut. Laut NPR haben in diesem Jahr mindestens vier Geschäfte, die sich auf Trump-Artikel spezialisiert hatten, geschlossen. Der Grund dürfte bei Trump selbst liegen.
Es gebe noch etwa 20 Trump-Geschäfte in den USA, sagte Ron Solomon, Leiter der MAGA Mall, dem Hörfunknetzwerk. Doch auch bei dem Onlinehändler für Artikel rund um Trump und die Make-America-Great-Again-Bewegung sind die Umsätze um 30 Prozent zurückgegangen – im Vergleich zu den Jahren, in denen der heute 80-Jährige zur Wahl stand, heißt es in dem Bericht.
„Er ist für Unternehmer kein tragfähiges Geschäftsmodell mehr, weil er seinen Höhepunkt überschritten hat“, zitiert NPR den Trump-Anhänger Wes Alker. Das liegt nicht nur daran, dass Trump sich in seiner zweiten und damit letzten Amtszeit befindet – auch wenn Trump immer wieder mit einer dritten Amtszeit kokettiert.
Bill Hays, der dieses Jahr einen seiner zwei Trump-Stores im US-Bundesstaat Tennessee geschlossen hat, sieht den Grund für den Rückgang der Umsätze in Maßnahmen der Trump-Regierung, die er für unpopulär hält, etwa den massiven Stellenkürzungen zu Beginn der zweiten Amtszeit.
Trumps Zustimmungswerte sind laut einer landesweiten Umfrage der „New York Times“ und der Siena University auf einen Tiefstand gefallen. Nur noch 36 Prozent der wahrscheinlichen Wähler billigen seine Amtsführung, 59 Prozent lehnen sie ab. Das ist der niedrigste Zustimmungswert, der in dieser Umfrage je gemessen wurde.
Hays sieht diesen Stimmungswandel bei seiner Kundschaft: Diese stelle ihre politische Gesinnung mittlerweile weniger zur Schau. Immer mehr Kunden fragten demnach nach Tüten für ihre Einkäufe, statt die Trump-Artikel direkt anzuziehen. „Die Leute haben sozusagen nicht mehr ihre Farben gezeigt, so wie sie es vor der Wahl (2024) getan haben“, wird Hays von NPR zitiert. Ob er auch seinen zweiten Trump-Laden schließt, will er von den Einnahmen im Weihnachtsgeschäft abhängig machen.