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Fans verärgert: Hat Werder Bremen den Markenauftritt des VfB Stuttgart geklaut?

Sport

Stuttgart. Der VfB Stuttgart hat im September 2025 seinen Markenauftritt erneuert. Knapp zehn Monate später präsentierte Werder Bremen am gestrigen Donnerstag (30.07.) sein neues „Brand-Design“, das in Schrift, Wortlaut und Art dem Markendesign des VfB nicht nur ähnelt, sondern nahezu identisch ist. Beim VfB Stuttgart ist man über die Münchner Agentur verwundert, die sowohl Werder als auch den VfB in dieser Sache betreut hat – und die Werder-Fans gehen in Social Media auf die Barrikaden. Sie wollen unseren VfB-WhatsApp-Channel abonnieren? Dann klicken Sie hier auf diesen Link . Vorwurf „Copy Paste“: Hat die Agentur zweimal abkassiert? Dass eine Marketing-Agentur erfolgreiche Designs und Schriftarten immer wieder verwendet, ist nicht unüblich. Dass aber zwei von 18 Fußball-Bundesligisten innerhalb nicht mal eines Jahres den nahezu identischen Markenauftritt präsentieren, ist dann doch seltsam. So passiert bei Werder Bremen und dem VfB Stuttgart. Die Schwaben erneuerten im September 2025 ihre Marken- und Designsprache und änderten dafür die Schriftzüge, die Schriftart und implementierten neue „Wordings“, die den VfB und seine Vereinsgeschichte beschreiben sollen. Überall beim VfB Stuttgart wird dieses „Brand-Design“ nun verwendet: im Stadion auf der Leinwand, in Vereinsmitteilungen oder auf Social Media. Immer im Zentrum: das Gründungsjahr 1893. Auffällig ist bei der neuen Designsprache etwa der besondere Buchstabe „Ü“. Die beiden Punkte stehen nicht über dem „U“, sondern dazwischen (siehe Bild). Der neue Markenauftritt soll „die Werte des Vereins“ und „das Selbstbewusstsein“ des Klubs aus Bad Cannstatt widerspiegeln – sprich: einzigartig sein. Designsprache bei Werder: Gleiche Elemente wie beim VfB Doch das ist nun nicht mehr der Fall. Am Donnerstag (30.07.) präsentierte Werder Bremen seinen neuen Markenauftritt. Und siehe da: Das Design ähnelt nicht nur dem des VfB Stuttgart – es ist nahezu identisch. Verantwortlich für den Markenauftritt von Werder Bremen war die gleiche Marketingfirma, die vor knapp einem Jahr auch mit dem VfB Stuttgart zusammenarbeitete: die Firma „Societas Club“ aus München. Man muss wahrlich kein Marketingexperte sein, um zu erkennen: Die Münchner Marketingfirma hat viele Elemente aus dem „Brand-Desing“ des VfB eins zu eins auf das neue Design von Werder Bremen übertragen. So ist der Buchstabe „Ü“ komplett identisch, in den Schriftzügen von Werder taucht auf einmal das Gründungsjahr 1899 auf, das zuvor vom Verein nie ausgespielt worden war. Die Schriftart ist nahezu identisch, selbst das sogenannte „Wording“ ist ähnlich. Legt man die Pressemitteilungen der beiden Vereine bei der Präsentation des neuen Markenauftrittes übereinander, lassen sich teilweise die exakt gleichen Textpassagen finden. Shitstorm für Werder Bremen: Fans decken „Copy/Paste“ auf Findigen Fans von Werder Bremen fiel dieses dreiste „Copy/Paste“-Spiel sofort auf, der Bundesligist aus dem hohen Norden musste auf Social Media einen regelrechten Shitstorm ertragen. Die Münchner Marketingagentur habe für das gleiche Produkt zweimal abkassiert, war etwa auf X (ehemals Twitter) zu lesen. Und: Werder Bremen hat beim VfB Stuttgart „geklaut“ – der Markenauftritt sei dadurch weder einzigartig noch habe er einen Wiedererkennungswert. Das Vorgehen der Marketingagentur „Societas Club“ aus München wirkt nicht nur dreist, vermutlich ist es das auch. Das Unternehmen ließ eine Presseanfrage unserer Zeitung, die am Donnerstag zugestellt wurde, bislang unbeantwortet. Auch beim VfB Stuttgart sind die Verantwortlichen nach unseren Informationen im höchsten Maße irritiert. Die Schwaben lassen daher prüfen, ob sie gegen die Münchner Agentur markenrechtlich vorgehen. Denn: Der VfB Stuttgart hat die eigene Marken- und Designsprache gemeinsam mit der Marketingagentur in vielen Workshops und mit hohem Aufwand erarbeitet – nun taucht diese bei Werder Bremen auf. Werder Bremen wusste vom Markenauftritt des VfB Stuttgart Auch die verantwortlichen Marketing-Mitarbeiter bei Werder Bremen kannten nach Informationen unserer Redaktion den Markenauftritt des VfB Stuttgart ganz genau. Das neue „Brand-Design“ des VfB Stuttgart wurde im hohen Norden registriert und es fand nach unseren Infos auch ein Austausch statt. Dass Werder Bremen nicht mal ein Jahr später einen ähnlichen Markenauftritt präsentiert, dürfte daher für unangenehme Fragen im hohen Norden sorgen. Die unangenehme Wahrheit aus Sicht von Werder Bremen lautet: Entweder die Verantwortlichen haben von den Ähnlichkeiten gewusst – und das eigene Design sehenden Auges trotzdem so durchgezogen. Oder im Verein selbst gab es ein Kommunikationsproblem und die Personen, die sich letztendlich für den neuen Markenauftritt entschieden haben, wurden über die Ähnlichkeiten mit dem VfB-Design schlichtweg nicht informiert. So oder so: Den Schaden hat nun Werder Bremen. Der Bundesligist hat sich ein neues Design andrehen lassen, dass dem eines Bundesliga-Konkurrenten mehr als nur ähnelt. Wie es in Bremen nun weitergeht, ist offen. Beim VfB hingegen kann man auf das eigene Design stolz sein, denn: Es scheint so gut zu sein, dass die Konkurrenz dieses offenbar einfach kopiert.

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