DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.443,67 USD 07:23:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Fast 60 Jahre Firmengeschichte: Im Druck- und Pressehaus Naumann geht das Licht aus

Wirtschaft

Mehr als ein Jahr nach dem Insolvenzantrag des Druck- und Pressehauses Naumann in Gelnhausen (Main-Kinzig) steht fest: Die Druckmaschine ist verkauft, das Unternehmen wird liquidiert. Mit dem Ende des Druckbetriebs gehen auch die verbliebenen Arbeitsplätze am Standort im Stadtteil Roth verloren, wie das Unternehmen der hessenschau am Donnerstag auf Anfrage bestätigte. Mit dem Verkauf des Verlagsgeschäfts an die Egro-Mediengruppe im Frühjahr war zwar die Zukunft der Gelnhäuser Neuen Zeitung (GNZ) und weiterer Verlagstitel gesichert worden. Für den Druckbetrieb in Gelnhausen ließ sich jedoch kein Investor finden. Zum 1. Oktober ende damit der Betrieb, heißt es in der Antwort des Druck- und Pressehauses. Aus 1.500 Beschäftigten werden mehr als 1.000 gerettete Arbeitsplätze Als das Druck- und Pressehaus Naumann im März 2025 Insolvenz in Eigenverwaltung beantragte, sprach die mit der Sanierung beauftragte Kanzlei in einer Mitteilung von rund 1.500 Beschäftigten in der gesamten Unternehmensgruppe. Mit dem Verkauf des Verlagsgeschäfts an die Egro-Mediengruppe zum 1. April 2026 wechselten diese Bereiche zum neuen Eigentümer. Nach Angaben des Unternehmens konnten dadurch mehr als 1.000 Arbeitsplätze erhalten werden. Für die verbliebenen Beschäftigten im Druckbetrieb gibt es dagegen keine Zukunft. Wie viele Mitarbeiter aktuell noch betroffen sind, wollte das Unternehmen nicht sagen. Bestätigt wurde jedoch, dass bereits Kündigungen ausgesprochen wurden. Die Beschäftigten seien Ende Juni über das Ende des Druckbetriebs informiert worden. Einen Sozialplan gebe es nicht. Unternehmen verschwindet vollständig Mit dem Ende der Druckerei verschwindet auch das Unternehmen selbst. Nach Angaben des Druck- und Pressehauses wird die Gesellschaft im Insolvenzverfahren liquidiert. Weitere Geschäftsbereiche werde es ab Oktober nicht mehr geben. Zum Verkauf steht damit auch das mehrere tausend Quadratmeter große Betriebsgelände mit den Gebäuden an der Frankfurter Straße in Gelnhausen. Die Druckmaschine werde ab Oktober abgebaut. Welche Nutzung dort künftig entstehen könnte, ist offen. Gelnhausens Bürgermeister Christian Litzinger (CDU) sagte der hessenschau: "Die Frage danach kommt noch sehr früh, wir wollen den Prozess begleiten und ein Gewerbe, das Gelnhausen weiterbringt. Eine Lagerhalle zum Beispiel brauchen wir nicht." Vom Ein-Mann-Betrieb zum Medienhaus Firmengründer Ehrhard Naumann machte sich 1967 mit einer kleinen Druckerei selbstständig. Daraus entstand in den folgenden Jahrzehnten ein Medienunternehmen mit eigener Tageszeitung, Wochenzeitungen, Druckerei und Zustellnetz. 1996 nahm Bundeskanzler Helmut Kohl die damals hochmoderne Rotationsdruckmaschine in Gelnhausen in Betrieb. Heute überwiegt beim Traditionsunternehmen in Gelnhausen der Frust über die aktuelle Politik. Zur Frage, ob es konkrete Gespräche mit Investoren über eine Fortführung des Standorts gebe, hieß es: "Kein Kommentar, fragen Sie die Bundespolitik zu Energiethemen und Bürokratie, warum keiner mehr Unternehmen in Deutschland kauft."

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren