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Fast jeder Fernseher betroffen: Diese Einstellung ruiniert euer TV-Bild

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Fast jeder Fernseher betroffen: Diese Einstellung ruiniert euer TV-Bild

22. August 2026 um 06:54 Uhr

Euer Fernseher kann mehr, als er auf den ersten Blick zeigt. Wir zeigen euch für alle großen TV-Marken, wie ihr die Bildqualität ganz einfach verbessert.

Ein neuer Fernseher will auf den ersten Blick gefallen. Gleichzeitig soll der Stromverbrauch bestimmte Grenzen nicht überschreiten. Das Ergebnis: Ab Werk ist ein Eco- oder Standard-Modus eingestellt mit arg dunklem Bild und oft Comic-artigen Farben. Das geht viel besser! Es genügen wenige unkomplizierte Änderungen im Einstellmenü für eine deutliche Verbesserung der Bildqualität. Wir zeigen euch, wie das geht - bei den in Deutschland meistverkauften Fernseher-Marken Hisense, LG, Panasonic, Philips, Samsung, Sony und TCL.

Inhalt

Hisense: Die besten Bildeinstellungen

Bildmodus: "Filmmaker Mode"

Bildmodus-Einstellungen - Erweiterte Einstellungen - Helligkeit - Lichtsensoreintellungen Ein

LG: Die besten Bildeinstellungen

Bildmodus: "Filmmaker Modus"

Allgemein - Energiesparen - Energiesparschritt - Automatisch

Panasonic: Die besten Bildeinstellungen

Bildmodus: "Filmmaker Modus", bei zu geringer Helligkeit "Luminanzlevel" erhöhen

Umgebungssensor: Automatische Helligkeitsregelung ein

Philips: Die besten Bildeinstellungen

Bildeinstellung: Je nach Modell "Film" oder "Filmmaker Mode"

Kontrast - Helligkeit - Optimierung des Umgebungslichts Ein (bei neuen Modellen: Ambient Intelligence - Optimierung der Lichtintensität)

Samsung: Die besten Bildeinstellungen

Bildmodus: "Filmmaker Modus"

Allgemein und Datenschutz - Ein/Aus und Energiesparen - Helligkeitsoptimierung Ein

Sony: Die besten Bildeinstellungen

Bildmodus: "Professionell"

Ambient Optimisation Pro - Automatisch anpassen gemäß Umgebungslicht Ein

TCL: Die besten Bildeinstellungen

Bildmodus: "Filmmaker Modus", bei günstigen Modellen "Film"

Eye Care Mode oder "Schützen Sie Ihre Augengesundheit" - Anpassbare Helligkeit Ein

Die genannten Einstellungen sind in der Regel für jede Bildquelle (TV, HDMI, Streaming) separat erforderlich! Läuft HDR-Material, solltet ihr die Einstellung ebenfalls nochmal kontrollieren und gegebenenfalls erneut vornehmen. Anschließend merken sich das die Fernseher.

Mit diesen Bildmodi stellen die Fernseher Farben und Lichtstimmungen möglichst genauso dar, wie sie die Produzenten von Filmen und Serien beabsichtigt haben - alle entscheidenden Parameter sind genauso gewählt, wie in den Studio-Bildschirmen.

Klar, je nach Qualität der Fernseher unterscheiden sich maximaler Kontrast und Helligkeit sowie Farbgenauigkeit. Aber die grundsätzliche Richtung stimmt - „Matrix“ soll nicht wie „Oppenheimer“ aussehen und „Oppenheimer“ nicht wie „Barbie“. Am Ende ist das zwar auch Geschmacksache. Es verbietet uns auch niemand, auf ein 3-Sterne-Menü Ketchup zu kippen. Wer aber Filme und Serien möglichst authentisch sehen möchte, liegt mit den gezeigten Einstellungen richtig. Die sind auch für das tägliche Fernsehprogramm ideal, weil TV-Stationen die gleichen Bildstandards verwenden wie Filmstudios. Dann haben etwa Nachrichtensprecher nicht mehr eine ungesund rote Gesichtsfarbe und sehen deutlich realistischer aus.

Bewegungen: Flüssig oder wie im Kino?

Neben der Darstellung von Farben und Kontrasten gibt es einen weiteren Kritikpunkt an Fernsehern, da geht es um die Darstellung von Bewegungen. Zu einem Thema endloser Diskussionen wird die insbesondere bei Kino-Filmen. Die enthalten gerade einmal 24 Bilder pro Sekunde. Das war vor 100 Jahren ein gangbarer Kompromiss, um einerseits Bewegungen darstellen zu können, andererseits die Kosten für Filmmaterial in Grenzen zu halten. Daraus ergab sich der sogenannte „Kino-Look“ mit den leicht stotternden Bewegungen. Fernseher glätten dieses Ruckeln („Motion Smoothing“), oft ist entsprechende Einstellung ab Werk aktiv.

Das veranlasste Tom Cruise vor Jahren zu einer regelrechten Tirade (the best way to watch Mission: Impossible Fallout (or any movie you love) at home), weil er darin eine unzulässige Manipulation seiner Filmwerke sah. Anstelle des authentischen Kino-Looks würden Fernseher die Filme wie eine TV-Produktion aussehen („Soap Opera Look“) - die tatsächlich je nach Land mit 50 oder 60 Bildern pro Sekunde erfolgt.

Motionflow & Co.: So schaltet ihr die Bewegungsglättung ein und aus

Im Filmmaler-Modus ist daher die Bewegungsglättung in der Regel abgeschaltet. Wer will, kann sie aber problemlos aktivieren. Denn zur Wahrheit gehört auch: Auf hellen, kontraststarken Fernsehern fällt das Ruckeln störender auf als auf einer Leinwand. Insbesondere OLED-Fernseher mit ihren ultrakurzen Pixel-Schaltzeiten zeigen unerbittlich die Schwächen des 100 Jahre alten Kompromisses auf. Viele Fernseher bieten daher inzwischen verschiedene Varianten und Stärken der Bewegungsglättung. So kann jeder selbst ausprobieren und festlegen, ob Kinofilme ohne Zwischenbildberechnung mit dem typischen Stottern zu sehen sind, ob das der Fernseher durch Bildverdoppelung reduziert und dabei den Kino-Look erhält oder ob er für absolut flüssige Bewegungsabläufe sorgt. Probiert es einfach selbst aus, ihr findet die entsprechenden Einstellungen unter folgenden Bezeichnungen:

Hisense: Bildmodus-Einstellungen - Erweiterte Einstellungen - Bewegung - Bewegungskompensation

LG: True Motion - Filmische Bewegung oder Glatte Bewegung

Panasonic: Bewegung - Intelligent Frame Creation- Mittel

Philips: Bewegung - Bewegungseinstellungen - Film oder Gleichmäßig

Samsung: Experteneinstellung - Bildschärfeeinstellung: Automatisch

Sony: Bewegung - Motionflow- Automatik

TCL: Bewegung - Bewegungsschärfe - Mittel

Welchen Einfluss haben Bildeinstellungen auf den Stromverbrauch?

Bei Fernsehern gilt grundsätzlich: Je heller das Bild, um so höher der Stromverbrauch. Wie sehr jedoch der Stromverbrauch beim Wechsel vom Eco Mode in den Filmmaker Mode ansteigt, hängt vom einzelnen TV-Modell ab. Teils geht der Unterschied in den ständigen Schwankungen unter, es können aber auch 30 Prozent mehr sein. Einen guten Anhaltspunkt gibt die Helligkeitseinstellung der verschiedenen Modi. Bleibt die gleich, ändert sich am Stromverbrauch wenig. Macht die einen Sprung, steigt in ähnlichem Maß der Verbrauch.

Über ein Jahr gesehen ist das in der Regel undramatisch: Fernseher bewegen sich im normalen Betrieb zwischen 50 und 200 Watt. Bei vier Stunden TV-Konsum am Tag belaufen sich die Stromkosten demnach auf 22 bis 88 Euro. Durch geänderte Bildeinstellungen können grob gerechnet um die 5 bis 20 Euro hinzu kommen. Tom Cruise kann sich das locker leisten, uns muss das die bessere Bildqualität wert sein.

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