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Fast jeder Zweite stirbt: Schon über 2000 Ebola-Tote im Kongo

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Kinshasa (DR Kongo) – Die Zahl der Toten steigt immer schneller: Knapp drei Monate nach der offiziellen Bekanntgabe des Ausbruchs der Ebolaseuche melden Regierungsbehörden mittlerweile mehr als 2000 Tote. Die Infektionszahlen steigen rasant, die Helfer sind völlig erschöpft.

Nach den offiziellen Angaben erkrankten bisher 4381 Menschen an Ebola , 704 werden derzeit in Isolierstationen behandelt. Fast jeder Zweite stirbt. Beim bisher schwersten Ausbruch der Krankheit im Kongo von 2018 bis 2020 erkrankten insgesamt 3400 Menschen. Jetzt sind es allein seit Mitte Mai fast 1000 mehr. Doch die Dunkelziffer könnte noch viel höher liegen: Zuvor waren erste Fälle zunächst als Malaria oder Typhus fehldiagnostiziert worden.

Erreger schon mutiert?

Das Ebola-Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen, ist hochansteckend und löst Fieber mit Durchfall und Blutungen aus. Der aktuelle Ausbruch im Kongo ist besonders schwer einzudämmen, auch weil es für den Ebola-Erreger vom aktuellen Typ Bundibugyo bislang weder einen speziellen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. Zwei antivirale Therapieverfahren sind noch im Test. Angesichts der Schwere des Ausbruchs muss nun geklärt werden, ob der Erreger womöglich mutiert ist.

Immer mehr Fälle von Ebola werden nicht gemeldet

Sorge bereitet den Experten, dass die meisten neuen Ebola-Fälle nicht auf die nachverfolgten Kontakte von bestätigten Fällen zurückzuführen sind. „Wir glauben, dass es mehr und mehr Fälle gibt, die nicht gemeldet werden“, sagte Jean Kaseya, Direktor der Gesundheitsbehörde Africa CDC. Hinzu kommt: Das Zentrum des Ausbruchs befindet sich in Ituri. In der nordostkongolesischen Provinz herrscht Gewalt, viele Binnenflüchtlinge leben dort auf engstem Raum. Zahlreiche andere Fälle gibt es in den Provinzen Nord- und Süd-Kivu, in denen die Sicherheitslage ebenfalls ein großes Problem ist.

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