Favoriten um Remco Evenepoel und Mathieu van der Poel geschlagen
WM: Sensations-Gold mit Solo für Brandon McNulty - Favoriten um Remco Evenepoel und Mathieu van der Poel geschlagen
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Mit einer Sensation endete das spannendste WM-Rennen der letzten Jahre: Brandon McNulty aus den USA ist Nachfolger von Tadej Pogacar als Träger des Regenbogentrikots, das damit im Team UAE bleibt. Der 28-Jährige vollendete im Montreal ein Solo über 32,5 Kilometer zu Gold. Platz zwei ging im Sprint der Verfolger an Michael Matthews (Australien/+0:13) vor Mathieu van der Poel (Niederlande).
Einen schwarzen Tag erlebte das belgische Team, das mit seiner favorisierten Doppelspitze aus Remco Evenepoel (12./+0:25 Minuten) und Wout van Aert (28./+5:11) die Medaillen verpasste.
Ebenfalls nicht aufs Podium kamen die hoch eingeschätzten Youngster Isaac del Toro aus Mexiko (5./+0:14) und Paul Seixas (15./+2:47), der Franzose wurde am Ende der 273,4 Kilometer von Krämpfen ausgebremst.
Die sechs deutschen Fahrer um Florian Lipowitz (47./+7:04) und Vuelta-Etappensieger Marco Brenner (DNF) konnten in der entscheidenden Rennsituation nicht mit den Topfahrern mithalten. Bester Fahrer des Aufgebots war Georg Zimmermann als 38. (+6:48). "Es war ein super harter Tag. Mir hat einfach ein bisschen der Punch gefehlt. Die letzte Stunde war heute einfach zu lang für mich", sagte Lipowitz im "ZDF": "Aber ich bin trotzdem super happy, hier ins Ziel zu kommen."
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Gold macht Weltmeister sprachlos
McNulty hatte vor einem Jahr an selber Stelle beim GP Montreal seinen bislang größten Erfolg bei einem Eintagesrennen gefeiert, als ihm Pogacar den Sieg schenkte. Nun folgt er seinem Teamkapitän als Weltmeister nach und ist erster US-Titelträger seit Lance Armstrong 1993 in Oslo.
"Mir fehlen wirklich die Worte, bis 300 Meter vorm Ziel konnte ich es gar nicht glauben, ich war so erschöpft! Ich habe einfach weiter Gas gegeben. Ich habe heute früh mit meiner Frau darüber gescherzt. Es ist wie ein Wunder", sagte der Profi aus Phoenix nach seinem ersten Saisonsieg und dem größten seiner bislang 23 Erfolge.
WM: Frühe Attacken der Stars sorgen für Action
Nach dem Start um 9:00 Ortszeit hatte sich eine Spitzengruppe von 16 Fahrern abgesetzt, zu der aus dem deutschen Team auch Felix Engelhardt gehörte. Über acht Minuten Vorsprung gaben die Favoriten den Ausreißern, doch als der Rundkurs in Montreal erreicht wurde, wurde die Verfolgung aufgenommen.
Die Franzosen sorgten fast im Alleingang dafür, dass etwas mehr als 100 Kilometer vor dem Ziel die letzten Angreifer gestellt. Wenig später eröffneten dann Mathieu van der Poel und van Wout van Aert den Schlagabtausch der Stars, der dann zwei Stunden lang für eines der spannendsten WM-Rennen der letzten Jahrzehnte sorgte.
Lange führte van der Poel das Rennen zusammen mit Quinn Simmons (USA) und Primoz Roglic (Slowenien) an, bevor es 35 Kilometer vor dem Ziel nochmals zu einem Zusammenschluss von insgesamt zwölf Fahrern kam. Dort aber war dann Evenepoel nicht mehr vertreten, der Topfavorit konnte seinen Rivalen nicht mehr folgen, nachdem zuvor schon van Aert den Anschluss verloren hatte.
WM: McNulty für Solo mit Gold belohnt
Den Moment des Zögerns zwischen den Stars nutzte US-Amerikaner Brandon McNulty zum Angriff, als Solist setzte sich der UAE-Profi ab und ging mit über einer Minute Vorsprung auf die letzten beiden Runden.
In die Schlussrunde von 13,4 Kilometern ging McNulty mit 53 Sekunden Vorsprung auf zehn Verfolger, die zu diesem Zeitpunkt dann wieder von Evenepoel angeführt wurden. Sie kamen sogar noch bis auf zehn Sekunden an den Solisten heran, doch ihre Uneinigkeit machte ihn zum Weltmeister.
Bis zur Zielgeraden musste der einstige Nachwuchs-Weltmeister im Zeitfahren bangen, dann konnte er auf den letzten Metern sein Glück genießen und im Ziel Ehefrau Summer in die Arme fallen.
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