FC Augsburg: Keven Schlotterbeck wechselt zu Southampton
Am Samstag noch war er einer der stärksten Augsburger Spieler. Beim 2:0-Erfolg im Pokal bei Energie Cottbus war Keven Schlotterbeck nicht nur Kapitän, sondern auch mit Leistung vorneweg marschiert. Da allerdings schon mit dem Wissen, dass es seine letzte Partie für den FC Augsburg werden könnte.
Schon seit gut zehn Tagen laufen nach Informationen unserer Redaktion Verhandlungen über einen Wechsel, der nun auf der Zielgerade sein soll. Schlotterbeck zieht es offenbar ins Ausland, er wird wohl zum englischen Zweitligisten FC Southampton wechseln. Am Dienstag war er noch in Augsburg, am Mittwoch wird er auf der Insel erwartet.
Der FCA soll für den Innenverteidiger, der noch ein Jahr Vertrag in Augsburg hat, nach Informationen unserer Redaktion eine Ablösesumme von 3,85 Millionen Euro plus 650.000 Euro Boni erhalten. Obwohl mit Calvin Brackelmann ein Ersatz bereits im Kader ist, werden sich die Augsburger wohl noch nach einem neuen Spieler auf dieser Position umsehen.
In zwei Testspielen erlaubte sich Schlotterbeck Nachlässigkeiten
In der Vorbereitung hatte Schlotterbeck immer wieder mit Problemen zu kämpfen. Weil er immer mal wieder gepatzt hatte in den verschiedenen Testspielen. Es ging mit einem Fehler gegen Bournemouth los, auch gegen Sassuolo erlaubte er sich Nachlässigkeiten. Bei Leeds United wirkte er zudem vor einem Gegentor unglücklich. In der Folge hatte er noch einen Schlag unterhalb des Auges abbekommen, der zu einer auffälligen Verfärbung führte. „Ich hatte in den Testspielen einige Patzer, die ich hinterfragt habe. Ich habe mit meinem Analysten daran gearbeitet, dass wir die abstellen“, sagte er.
In Cottbus spielte Schlotterbeck auch wegen seiner Erfahrung
In Cottbus mit Erfolg. Dort stand er in der Startelf und trug sogar die Kapitänsbinde. Er hatte den Vorzug vor Calvin Brackelmann erhalten. Wohl auch, weil Trainer Manuel Baum in der ersten Runde auf Erfahrung setzen wollte. Auf Spieler also, die genau wissen, wie sich die Favoritenrolle im Pokal anfühlt. Und was es braucht, um ein schwieriges Auswärtsspiel in Cottbus zu gewinnen. Schlotterbeck war klar, dass damit ein Stammplatz nicht garantiert war. „Hier ist nichts klar, man muss sich alles hart erarbeiten. Vielleicht war ich in Cottbus einen Schritt vor Calvin, ich weiß aber, wie gut er ist. Es ist kein Selbstläufer, Stammspieler beim FCA zu sein“, sagte er.