FC Bayern: Bruder von Oliver Kahn spricht über Aus beim Rekordmeister
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Am 27. Mai 2023 trennte sich der FC Bayern von Vorstands-Boss Oliver Kahn (57) und Sportvorstand Hasan Salihamidžić (49). Präsident Herbert Hainer (72) erklärte damals: „Die Entscheidung, sich von Oliver Kahn zu trennen, hat sich der Aufsichtsrat alles andere als leicht gemacht. Dennoch sind wir aufgrund der Gesamtentwicklung zu dem Entschluss gekommen, eine Neubesetzung an der Spitze des Vorstands vorzunehmen.“
Es war eine Trennung, die von Streitigkeiten begleitet war. Kahn war 2020 in den Vorstand gerückt und hatte im Sommer 2021 den Vorsitz von Karl-Heinz Rummenigge (71) übernommen.
Mehr als drei Jahre nach seinem Aus bei Bayern ist es ruhig geworden um Oliver Kahn . Jetzt hat sein Bruder Axel (60) in der Münchner „Abendzeitung“ über Olivers Rauswurf und die Machtverhältnisse beim Rekordmeister gesprochen. Und er verrät, wer in München seiner Meinung nach immer das letzte Wort hat.
Mit den Vorkommnissen von 2023 habe Kahn abgeschlossen: „Oliver ist fein damit, da ist nichts hängengeblieben. Das Kahn-Gen macht das schon. Aufstehen und weitermachen gehört zu unseren stärksten Disziplinen. Das hat Oliver sowieso immer ausgezeichnet. Das Leben besteht nicht nur aus Ups, sondern auch aus Downs“, sagt Axel.
Zu den Machtkämpfen in München sagte er: „Beim FC Bayern gab es schon immer diese Grabenkämpfe, das sieht man auch jetzt immer wieder bei Max Eberl. Er muss sich gefühlt für alles rechtfertigen und seinen Platz behaupten - trotz einer ziemlich weißen Weste respektive erfolgreicher Arbeit.“
Und weiter: „Letztendlich hat Uli Hoeneß immer das letzte Wort. Aber von was reden wir hier? Vom erfolgreichsten Verein der Welt, da ist Führung die Königsdisziplin.“
Axel Kahn spricht auch über die Zukunftspläne seines Bruders, der vor einem Jahr mit einem Investment beim französischen Traditionsklub Girondins Bordeaux in Verbindung gebracht worden war. Der Deal scheiterte. Axel Kahn: „Mein Rat an Oliver wäre, sich einen schönen Lebensabend zu machen. Aber nein: Er ist erst 57. Wenn ein Jobangebot kommt, das auf ihn zugeschnitten ist und das er aus seiner Sicht erfolgreich gestalten kann, würde er sich das bestimmt anhören.“