FC Bayern: Eberl schließt Davies-Abgang aus - und legt Trio Abschied nahe
"Keine Zukunft beim FC Bayern" Bayern-Boss mit Abschieds-Ansage an drei Stars Von t-online, sid, jub 29.07.2026 - 16:55 UhrLesedauer: 3 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Max Eberl gibt im Trainingslager einen seltenen Einblick in die Transferplanung des FC Bayern. Bei drei Verkaufskandidaten wird er besonders deutlich. Bayern Münchens Sportvorstand Max Eberl präsentierte sich am Mittwochnachmittag gut gelaunt und gelassen bei der Vorstellung von Neuzugang Nathaniel Brown. Nach wenigen Minuten erklärte Eberl auch, warum. Denn die Transferplanungen für diesen Sommer haben er und die Bayern bereits zu einem frühen Zeitpunkt beendet. Durch die Verpflichtungen von Brown (Eintracht Frankfurt) und von Ismael Saibari (PSV Eindhoven) hätte der Verein "sehr, sehr schnell die Stellen geschlossen", so Eberl. Mit den zwei jeweils rund 50 Millionen Euro Ablöse teuren Zugängen sowie dem bisher ausgeliehenen Bara Sapoko Ndiaye sei man "eigentlich fertig" auf der Einkaufsseite. "Ich musste dann tatsächlich sehr, sehr schmunzeln über den ganzen Transferjournalismus, welche Namen mit uns in Verbindung gebracht wurden", sagte Eberl. "Es hat mich diesmal sehr amüsiert, weil an alle Namen, die um uns herum waren, wirklich tatsächlich null Prozent dran war." "Ekelt mich an": Bayern-Boss rechnet mit Fifa ab Bei der Verkaufsseite stehen dagegen noch einige Bayern-Stars im Fokus. Auch da fand Eberl deutliche Worte. Ein Abschied von Linksverteidiger Alphonso Davies stehe nicht zur Debatte. Den kanadischen Nationalspieler werde der Klub nicht abgeben, betonte der 52-Jährige, obwohl mit Brown ein direkter Konkurrent für Davies verpflichtet wurde. "Es ist ausgeschlossen", so Eberl. Brown ist wie Davies für die linke Defensivseite eingeplant. Sollte aber der Japaner Hiroki Itō, der ebenfalls dort spielen kann, Interesse an einem Transfer haben, dann müsse man sich damit beschäftigen, erklärte Eberl. Eberl mit Abschieds-Ansage an drei Bayern-Stars Mit den drei Leihrückkehrern João Palhinha, Sacha Boey (beide Vertrag bis 2028) und Bryan Zaragoza (bis 2029) plant der Rekordmeister dagegen schon jetzt nicht mehr. "Sie haben Vertrag beim FC Bayern, das haben wir auch zu respektieren, den haben wir beide unterschrieben. Und trotzdem glaube ich, dass für die drei hier die Zukunft beim FC Bayern halt keine sein wird", sagte Eberl. "Wenn sich dann einer entscheidet, hierzubleiben, dann wird es relativ hart und kompliziert für ihn, weil er eben keine große Rolle spielen wird." Auch während und nach der WM aufgekommenen Spekulationen um einen möglichen Wechsel von Michael Olise zu Real Madrid sprach Eberl an. Die Berichte habe er aufgrund der Größe der beteiligten Klubs "verstanden, das gibt Klicks. Aber irgendwann wurde es echt mühsam. Ich bin jetzt froh, dass das Thema hoffentlich fast weg ist und wir wieder Spaß haben an seinem Fußball. Wir sind einfach froh, so einen Spieler in unseren Reihen zu haben." Das sagt Eberl zur eigenen Zukunftsfrage Spannend bleibt unterdessen die Frage nach der eigenen Zukunft von Eberl im Verein. Der Aufsichtsrat muss entscheiden, ob der bis 2027 laufende Vertrag verlängert wird. "Meine Aufgabe ist, den Job zu machen, den ich jetzt über zwei Jahre schon mache", sagte Eberl darauf angesprochen. "Einen Kader zu bauen, der Erfolg bringen kann, der Werte hat, der Jungs hat, mit denen man sich identifizieren kann. Einen Fußball, bei dem die Menschen sich wiederfinden und Spaß haben. Das ist das, was meine Aufgabe ist, und dann wird man über mich entscheiden." Ehrenpräsident Uli Hoeneß hatte im Mai gesagt, dass es trotz der Tendenz zur Verlängerung noch "Zweifel" gebe. "Also, wenn ich mit Uli rede, dann tun wir das", sagte Eberl. Da müsse sich keiner Gedanken machen, "es ist alles fein, alles gut". Mit dem frühen Abschluss der Transferaktivitäten hat Eberl zumindest einen großen Wunsch von Hoeneß jetzt erfüllt.