FC Bayern: Effenberg-Kritik an Leon Goretzka
Nach seinem Abgang vom FC Bayern ist die Zukunft von Leon Goretzka noch offen. Bei der WM konnte sich der 31-Jährige nicht so richtig ins Schaufenster stellen. Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg stößt vor allem eine Szene beim blamablen Sechzehntelfinal-Aus gegen Paraguay auf. "Ich erwarte schon, wenn der Kapitän im Elfmeterschießen einen Schützen sucht und nicht mehr viele übrig sind, dass du in dem Alter aufstehst und Verantwortung übernimmst", sagte der frühere Münchner Profi im "Doppelpass" von "Sport1". Was war passiert? Im Elfmeterschießen gegen Paraguay musste Abwehrspieler Jonathan Tah den sechsten Versuch des DFB-Teams übernehmen - weil unter anderem Goretzka sich trotz Nachfrage von Joshua Kimmich nicht zum Punkt traute, wie TV-Bilder belegten. "Damit habe ich schon ein Problem", wurde Effenberg mit Blick auf Goretzkas Verhalten deutlich. Er habe den Routinier für seine zuletzt nicht einfache Zeit beim FC Bayern "immer gelobt", betonte Effenberg. "Er war in der zweiten Reihe, hat sich nie beschwert, hat sich zurückgekämpft, auch in die Nationalmannschaft, charakterlich top." Goretzka sei im DFB-Team sogar "auf dem Sprung zum Stammspieler" gewesen, "das hat er bei der WM aber nicht geschafft, aus welchen Gründen auch immer". Wo landet Goretzka nach dem Aus beim FC Bayern? Nach dem Ausscheiden der deutschen Mannschaft hatte "Bild" enthüllt, Goretzka sei während der Endrunde im WM-Camp übellaunig und weitgehend isoliert gewesen. Laut "kicker" gehört der Mittelfeldmann zu den Spielern, die nach dem erneuten WM-Fiasko wohl eher keine Zukunft in der DFB-Auswahl haben. Wo Goretzka in der kommenden Saison auf Vereinsebene kickt, ist weiter offen. Juventus Turin soll sich intensiv um den früheren Schalker bemühen. Aber auch die nordamerikanische MLS soll inzwischen eine Option für Goretzka sein.