FC Bayern | Fallsucht? Überraschende Kritik an Harry Kane
Nicht zuletzt dank der Tore von Kapitän Harry Kane darf die englische Nationalmannschaft vom Einzug ins WM-Finale träumen. Der Top-Star vom FC Bayern wurde für seine Leistungen beim XXL-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada in den vergangenen Wochen mit Lob überschüttet. Doch nun setzt es überraschend Kritik an dem Angreifer - ausgerechnet von einem früheren Three-Lions-Spieler. "Was mich stört, ist, dass er etwas zu einfach zu Boden geht", monierte Tony Woodcock im "ran"-Interview. Allerdings sei der Bayern-Profi mit seiner Fallsucht "nicht der Einzige im heutigen Fußball". In bislang sechs WM-Partien traf Kane sechs Mal und befindet sich damit aussichtsreich im Rennen um die Torjägerkanone des Turniers. Am Mittwochabend trifft er mit seinen Engländern im Halbfinale auf Titelverteidiger Argentinien (ab 21:00 Uhr im LIVE-Ticker). "Harry schießt einfach Tore", brachte Woodcock die größte Qualität des Bundesliga-Goalgetters auf den Punkt. "Er kommt auch tief, viele Leute sagen, das soll er gar nicht machen." Obwohl den Three Lions der erste WM-Titel seit 1966 winkt, ist Woodcock mit den Darbietungen des Teams von Thomas Tuchel nur bedingt zufrieden. "Kane braucht Bälle im Strafraum, wie auch Haaland bei Norwegen zum Beispiel. Aber genau das fehlt uns momentan. Alle spielen inzwischen mit so vielen Ballkontakten, damit kommt man aber nicht in den wichtigen Teil des Fußballfeldes. Und das ist der Strafraum", forderte der 70-Jährige mehr Risikobereitschaft. "Bei Bayern kriegt Kane den Service" Auch für den Weltklasse-Stürmer sei der englische Stil offenkundig gewöhnungsbedürftig. "Bei Bayern kriegt Kane den Service. Er hat zwar schon sechs Tore bei dieser WM, aber wenn wir nicht nach vorne Richtung Strafraum spielen, dann sieht man ihn nicht", kritisierte Woodcock. Dass Kane nicht mehr in der Premier League seine Brötchen verdient, sei indes kein Problem. "Er ist in ein anderes Land gewechselt, zu einem Verein, der gefühlt der bestgeführte Verein auf und neben dem Platz ist. Keiner spricht mehr über die 100 Millionen Euro Ablöse", stellte Woodcock klar.