FC Bayern | "Jahrhundertsommer": Hoeneß lobt Bayern-Transfers
Durch den Verkauf junger Nachwuchsspieler hat der FC Bayern in diesem Sommer einen zweistelligen Millionenbetrag eingenommen. Selbst Ehrenpräsident Uli Hoeneß staunt über die Entwicklung.
Gegenüber dem "kicker" sprach der Klub-Patriarch mit Blick auf die üppigen Transfer-Erlöse von einem "Jahrhundertsommer". Er selbst habe einst nicht mit solchen Verkäufen gerechnet, als der FC Bayern Campus entstand.
Inzwischen trage sich die Nachwuchsakademie aus finanzieller Sicht selbst.
Spieler wie Aleksandar Pavlovic oder Lennart Karl, die beim FC Bayern den Durchbruch schaffen, sind freilich weiterhin eher Einzelfälle. In diesem Sommer sprudelten am Campus hingegen vor allem die Transfer-Einnahmen.
So wurde Noel Aséko für zwölf Millionen Euro an Eintracht Frankfurt verkauft, Jonah Kusi-Asare ging für sechs Millionen Euro zum FC Fulham. Für Jonathan Asp Jensen gab es sechs Millionen Euro von Lazio Rom.
FC Bayern setzt auf Weiterverkaufsbeteiligungen
Wisdom Mike zog es für fünf Millionen Euro nach Brügge. Hinzu kamen drei Millionen Euro aus Elversberg für Maurice Krattenmacher. Selbst für Lovro Zvonarek kassierten die Münchner noch 1,5 Millionen Euro aus Portugal.
Über eine Weiterverkaufsbeteiligung flossen durch den Transfer von Nestory Irankunda von Watford zu Sporting noch einmal rund fünf Millionen Euro an den FC Bayern.
Für Hoeneß sind all diese Einnahmen ein "schöner Nebeneffekt" der eigenen Nachwuchsarbeit. Klar sei zudem, dass über die Verkäufe nicht von Max Eberl über den Kopf der Campus-Mitarbeiter hinweg, sondern gemeinsam entschieden werde. "Es gibt nur eine Abteilung, den FC Bayern", betonte Hoeneß.
Für den nächsten Zahltag könnte derweil Adin Licina sorgen, der im Winter ablösefrei vom FC Bayern zu Juventus Turin gewechselt war. Teil der Vereinbarung soll auch hier eine Weiterverkaufsbeteiligung gewesen sein.
Weil Licina als Leihspieler bei US Cremonese aktuell aufdreht, bahnt sich wohl im kommenden Jahr ein Millionen-Transfer an.