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FC Bayern: Jonathan Tah erhebt schwere Vorwürfe gegen Spielerberater

Sport

Im Alter von 17 Jahren hat Jonathan Tah beim Hamburger SV einst seinen ersten Profivertrag unterschrieben. Seitdem sind ihm in der Branche viele Missstände aufgefallen. Nun hat der Innenverteidiger des FC Bayern auf denkwürdige Art und Weise mit der Spielerberater-Szene abgerechnet. "Es gibt so viel, was hinter dem Rücken der Spieler passiert, was der Spieler gar nicht mitbekommt. Man fragt nicht nach und will eigentlich auch nichts damit zu tun haben", berichtete Tah im "Tim Gabel Podcast" über seine Erfahrungen. Seiner Auffassung nach hätten die Berater oftmals nicht das beste Interesse der Spieler im Sinn. Zum Teil komme es sogar zu unmoralischen Absprachen, die den Fußballern schaden würden. "Du verdienst am Ende als Spieler weniger Geld, weil der Berater einen Deal mit dem Verein macht und sich das Geld selbst in die Taschen steckt", prangerte Tah an. "Ich finde es immer schlimm, wenn du unfair gegenüber den Menschen bist, mit denen du arbeitest." Er wolle das Thema deshalb stärker in die Öffentlichkeit rücken, denn bei bis zu 70 Prozent der Berater würden bei ihm die Alarmglocken schrillen. HSV-Vertrag landete in der Presse "Es ist nicht jeder ein ganz ekeliger, der ganz bewusst andere verarscht. Ich rede ganz bewusst von denjenigen, bei denen ich das Gefühl habe, sie wollen nicht, dass der Spieler wächst und aus sich herauskommt", präzisierte der Nationalspieler seine Kritik. Gerade zu Beginn seiner Karriere hatte Tah auch die Schattenseiten des Geschäfts kennengelernt. Sein erster Vertrag beim Hamburger SV sei mit allen Zahlen, Klauseln und Staffelungen wahrheitsgetreu in der Boulevard-Presse gelandet. Schon damals habe er rund 50.000 Euro im Monat verdient. Inzwischen ist der 30-Jährige bei der Agentur von Star-Berater Pini Zahavi. Dort fühle er sich respektvoll behandelt, weil das Verhältnis sachlich und nicht unnötig emotional sei. "Wir reden über Business, also sitzen wir hier wie Business-Leute und nicht als Fußballer. Hör auf mit der Scheiße und lass uns wie Business-Leute sprechen. Das mag ich an Pini", so der Bayern-Star.

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