FC Bayern München: Viessmann soll strategischer Anteilseigner werden
Viessmann wäre damit nach Adidas, Audi und Allianz, die jeweils mit 8,33 Prozent beteiligt sind, der vierte strategische Anteilseigner. Der Mutterverein würde weiterhin 70 Prozent der Anteile halten – und damit die klare Mehrheit. Weniger dürfen es laut Satzung auch nicht sein. 2021 hatte ein Antrag bei der Jahreshauptversammlung, dass der Verein weiterhin 75 Prozent besitzen müsse, keine Mehrheit gefunden. Damit könnte der FC Bayern die letzten fünf Prozent auch ohne Zustimmung der Mitglieder veräußern. Viessmann ist seit 2018 Partner der Bayern. Im Geschäftsjahr 2024/25 hatten die Münchner einen Konzernumsatz von 978,3 Millionen Euro erwirtschaftet. Ehrenpräsident Uli Hoeneß hatte im November 2025 im »OMR-Podcast« gesagt, der Club könne theoretisch fünf Prozent verkaufen, ohne die Mitglieder zu fragen; für mehr brauche es eine Zweidrittelmehrheit. Vorstandschef Jan-Christian Dreesen betonte im selben Podcast, es gehe bei einem möglichen Verkauf nicht nur um den Preis, sondern darum, »den richtigen Aktionär« zu finden. Ein neuer Anteilseigner müsse strategisch passen und »unsere DNA« teilen.