FC Bayern | Scharfe Kritik an Michael Olise nach Frankreichs WM-Aus: "Wir waren alle besoffen"
Ausgerechnet am französischen Nationalfeiertag erlebt die Équipe Tricolore ein regelrechtes Debakel im WM-Halbfinale gegen Spanien. Beim 0:2 gibt auch Bayern-Star Michael Olise eine ganz schlechte Figur ab. Ein Experte rechnet anschließend gnadenlos mit dem Überflieger ab. In den ersten sechs WM-Spielen hatte Bayern-Star Michael Olise die Fußballwelt noch verzaubert, im WM-Halbfinale ging Frankreichs Offensivkünstler aber gemeinsam mit dem Rest der Mannschaft unter. Bis zu seiner Auswechslung in der 72. Minute hatte er nur einen Ballkontakt im gegnerischen Strafraum. Nicht einen einzigen Pass brachte er in der gefährlichen Zone zu einem seiner Mitspieler. Frankreichs Medien gingen entsprechend hart mit dem 24-Jährigen ins Gericht. Sowohl von der "L'Équipe" als auch von "Le Figaro" bekam Olise für seinen Auftritt nur zwei von zehn möglichen Punkten in der Einzelbewertung. Es war die Quittung für seinen vielleicht schwächsten Auftritt des gesamten Jahres. "Olise wurde an einen Tisch mit Zidane und Platini gesetzt" "RMC"-Moderator Daniel Riolo rechnete nach dem Schlusspfiff sowohl mit Olise als auch mit dessen kongenialem Offensivpartner Kylian Mbappé ab. Auch der Real-Star war über die 90 Minuten blass geblieben, wenngleich er wenigstens noch ein paar (harmlose) Akzente setzen konnte. "Wir waren alle besoffen", meinte Riolo mit Blick auf die Lobeshymnen, die Frankreichs Offensive in den ersten WM-Wochen einheimste. "Olise und Mbappé waren das beste Duo, das wir jemals in der Geschichte der Les Bleus hatten. Olise wurde an einen Tisch mit Zidane und Platini gesetzt, während er jetzt gerade noch nicht mal in der Küche ist", polterte der Journalist. Riolo weiter: "Was er [Olise] seit Beginn der WM getan hat, konnte er machen, weil er Platz und Komfort hatte. Den Komfort, Pässe zu spielen und sich selbst zu organisieren. Von dem Moment an, als es Druck im Mittelfeld gab und die Leute schneller auf ihn zukamen, haben wir wieder einmal realisiert, dass die Rolle der Nummer 10 im Fußball heute nicht mehr existiert."