FC Bayern: Trainer Vincent Kompany brach zusammen - Mannschaft sorgt sich schon länger!
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München – Seit Freitag sorgt sich der gesamte FC Bayern um Vincent Kompany (40) – in der Mannschaft gab es die Sorgen um die Gesundheit des Trainers schon länger. Wie BILD erfuhr, gibt es schon seit Wochen intern Stimmen, die die Work-Life-Balance des Belgiers mit Sorge verfolgen. Seit einigen Tagen plagte sich Kompany zudem mit einem Virus-Infekt herum. Am Freitagnachmittag brach er dann am Rande des U23-Trainings neben Bayern-II-Coach Dante (43) zusammen. Der Notarzt kam sofort, sogar ein Helikopter, mit dem Rettungswagen ging es in ein Münchner Krankenhaus – dort wird Kompany, der in einem stabilem Zustand ist, ärztlich begleitet.
Warum sich die Bayern-Stars Sorgen machten
In der Mannschaft gab es die Sorgen um Kompany schon länger: Nach BILD-Informationen war in der Kabine und bei den Mitarbeitern rund ums Team immer wieder Thema, dass der Double-Coach in letzter Zeit zu wenig schläft, kaum noch selbst Sport treibt, zu unregelmäßig isst, sehr viel Kaffee trinkt und sich ein zu großes Arbeitspensum auflädt. Zu wenig Schonung, zu viele Aufgaben für das akribische Arbeitstier „Vinnie“.
Der ehemalige Innenverteidiger (beim HSV, Manchester City und Anderlecht) sagt selbst, dass er in den vergangenen Wochen nicht genug auf seine Gesundheit geachtet hat. Nach dem 2:2 am Mittwoch in der Champions League gegen Arsenal sagte er auf BILD-Nachfrage : „Als Trainer will man immer alles tun und alles machen. Ich habe einen ziemlich saftigen Virus bekommen letzte Woche, habe dann natürlich nicht auf meinen Körper gehört und dann hat der Körper irgendwann gesagt: Jetzt hör mal auf!“
Kompany hörte nicht genug auf seinen Körper
Doch Kompany schonte sich nicht genug! Nach dem Auswärtsspiel in Augsburg (2:2) ging es für drei Tage ins kalte Norwegen-Städtchen Stavanger (3:3). Danach folgte die Vorbereitung des 6:1 gegen Leipzig. Am vergangenen Samstag konnte Kompany nur auf der Trainerbank sitzen. Der Virus-Infekt hatte auch Hüftprobleme ausgelöst – langes Stehen und Treppensteigen fielen ihm schwer. Direkt nach dem Spiel musste er sich im Trainer-Büro aufs Sofa legen. Sonntag war er aber schon wieder an der Säbener Straße. Am Montag und Dienstag fehlte er dann. Statt das Training zu leiten, musste er zum umfassenden Ärzte-Check.
Co-Trainer Aaron Danks (43), der seinen Chef am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) an der Seitenlinie beim Bundesliga-Topspiel in Freiburg vertreten wird, ersetzte ihn auch auf der Pressekonferenz am vergangenen Dienstag. Der Assistent ahnte schon , dass es schwer werden würde, Kompany von einer längeren Pause zu überzeugen: „Es ist wirklich nicht einfach, Vincent dazu zu bringen, sich auszuruhen. Das ist eine Herausforderung – ihr kennt ihn als Person! Er ist eine echte Führungspersönlichkeit und arbeitet hart. Aber er hat einen Virus, und es ist wichtig, dass er sich ausruht.“
Was Kompany zuletzt viel Kraft kostete
Nur 19 Stunden später war Kompany schon wieder da – Anschwitzen am Mittwochvormittag, Bus-Fahrt ins Team-Hotel, Ansprache an die Mannschaft, Abfahrt ins Stadion, Kommandos von der Seitenlinie, TV-Interviews, Pressekonferenz – alles machte Kompany selbst. Wie sonst auch so oft! Der Trainer möchte sich am liebsten überall einbringen und sich um alles kümmern.
Beispiele: Der Coach war häufig in den Ausbau des Trainingsgeländes mit dem neuen XXL-Sichtschutz für mehr geheime Einheiten involviert. Er macht sich zudem viele Gedanken zur Kader- und Transferplanung. Er macht jeden Tag intensive Trainingsvorbereitung – teils auch mit Spiel-Analysen bis in die Nacht hinein zu Hause am Laptop. Das kostete Kompany in den vergangenen Wochen viel Kraft. Der Zusammenbruch zeigt: Die Sorgen in der Mannschaft waren berechtigt. Jetzt geht es nur darum, dass er wieder gesund wird.