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FC Bayern: Uli Hoeneß teilt emotionale Gefängnis-Erinnerung - "Habe geheult wie ein Schlosshund"

Sport

Bei den "Sport Bild Awards 2026" wurde Uli Hoeneß für sein Lebenswerk mit dem "Legenden Award" ausgezeichnet. Grund genug für den heutigen Ehrenpräsidenten des FC Bayern, um einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Aus dieser teilt der Macher des Rekordmeisters eine emotionale Geschichte.

Denn während die deutsche Nationalmannschaft im Sommer 2014 in Rio den Fußball-Olymp bestieg, saß Hoeneß wegen Steuerhinterziehung im Gefängnis. Dort sah er das Finale gegen Argentinien, samt der anschließenden Interviews.

So sah er auch, wie Bastian Schweinsteiger sich in einem TV-Interview an Hoeneß gewandt und ihm gedankt hatte. "Ohne ihn wären wir alle nicht hier", hatte Schweinsteiger gesagt.

"Das war einer meiner emotionalsten Momente, die ich erlebt habe", erzählte Hoeneß. Der Antrag, dass die Gefangenen das Spiel gegen Argentinien gemeinsam anschauen können, sei von der Gefängnisleitung abgelehnt worden. Daher habe er allein in seiner Zelle gelegen: "Dann sagt er so etwas. Ich habe geheult wie ein Schlosshund - und das könnte ich heute noch", so der 74-Jährige.

Hoeneß: Klopp "die beste Lösung"

Schon vor der Verleihung hatte Hoeneß sich geäußert, dieses Mal zu aktuellen Themen. Zum Beispiel der Personalie des Bundestrainers. Dabei hatte er Jürgen Klopp als "die beste Lösung, die wir in Deutschland haben können" bezeichnet.

Die Probleme der DFB-Elf macht Hoeneß jedoch so oder so an anderen Dingen als dem Trainer fest. "Wir leben in einem Land, in dem es den meisten sehr gut geht", sagte er. "Darin sehe ich die größte Gefahr auch für unseren Fußball."

Wer aus Brasilien, Portugal oder Argentinien kommt, der wolle sozial aufsteigen. "Wir müssen wieder lernen, hart zu arbeiten, wenn wir Erfolg haben wollen", meinte Hoeneß weiter und zog eine Linie über den Fußball hinaus: "Das gilt nicht nur für die Fußballer, sondern für das ganze Land."

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