FC Bayern: Vorsicht nach den WM-Strapazen
Der FC Bayern steckt mitten in der Saisonvorbereitung. Nach dem Trainingslager am Tegernsee befindet sich der Rekordmeister auf Asienreise - gerade für die Spieler, die bei der WM dabei waren, stellt das eine Strapaze dar. Einsatzzeiten "wissenschaftlich eingeplant" Um die Profis nicht zu sehr zu belasten, sind die Einsatzzeiten akribisch festgelegt, wie Trainer Vincent Kompany am Rande des Testspiels gegen Jeju (2:1) verriet. "Wir haben die Einsatzminuten ganz genau - fast wissenschaftlich - eingeplant", sagte Kompany. Ziel sei es, die Spieler Schritt für Schritt wieder an die volle Belastung heranzuführen, ohne unnötige Risiken einzugehen. Mit der minutiösen Planung will der FC Bayern verhindern, dass die hohe Belastung der vergangenen Monate – insbesondere durch die WM – früh in der Saison ihren Tribut fordert. Kompany machte deutlich, dass bei der Einsatzsteuerung derzeit nicht das Ergebnis der Testspiele, sondern die körperliche Entwicklung jedes einzelnen Spielers im Vordergrund steht. "Die Minuten waren fast wissenschaftlich aufgeteilt", erklärte der Trainer. Belastung langsam steigern Ein Beispiel für diese vorsichtige Steuerung war Min-jae Kim. Der Innenverteidiger wurde bereits nach knapp 35 Minuten ausgewechselt – nicht wegen einer Verletzung, sondern als Teil des zuvor festgelegten Belastungsplans. Die Bayern wollten den Südkoreaner, der immer wieder mit Achillessehnenproblemen zu kämpfen hatte, nach den intensiven vergangenen Monaten bewusst nicht überfordern. In der 61. Minute wurden unter anderem die deutschen Nationalspieler Nathaniel Brown, Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic eingewechselt. Harry Kane, Michael Olise und Dayot Upamecano, die jeweils mit ihrem Nationalteam im EM-Halbfinale standen, weilen noch im Urlaub, während die Rekonvaleszenten um Jamal Musiala und Neuzugang Ismael Saibari die Asienreise aufgrund von Reha-Maßnahmen gar nicht erst antraten. 30, 60 - und dann 90 Minuten Der Rekordmeister verfolgt einen klaren Plan: Spieler, die im Testspiel in Jeju rund 30 Minuten auf dem Platz standen, sollen im Testspiel am Freitag gegen Aston Villa voraussichtlich 60 Minuten absolvieren. Umgekehrt gilt das gleiche Prinzip für diejenigen, die bereits in Jeju eine Stunde gespielt haben. "Man kann erwarten, dass die Jungs die 60 Minuten schon spielen können", erklärte Kompany. Tom Bischof und Arijon Ibrahimovic, die die komplette Vorbereitung mit der Mannschaft absolviert haben, könnten laut dem Belgier sogar etwas mehr Spielzeit erhalten als andere Kollegen. FC Bayern zieht Lehren aus der vergangenen Saison Die vorsichtige Herangehensweise dürfte auch eine Lehre aus der vergangenen Saison sein. Damals kämpfte der FC Bayern besonders im Endspurt mit Verletzungen und hohen Belastungen bei zahlreichen Stammspielern. Nach der zusätzlich kräftezehrenden WM wollen die Münchner nun offenbar kein Risiko eingehen und steuern die Einsatzzeiten ihrer Profis so genau wie möglich. Quelle: BR24Sport 06.08.2026 - 09:16 Uhr