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FC Bayern | WM-Drama um Alphonso Davies: "Wollte keine Belastung sein"

Sport

Als erster Gastgeber ist die kanadische Nationalmannschaft am Samstag bei der WM 2026 ausgeschieden. Bei der 0:3-Pleite gegen Marokko war Alphonso Davies vom FC Bayern einmal mehr die tragische Figur.

Als das WM-Aus besiegelt war, musste Kanadas Nationaltrainer Jesse Marsch einen seiner Spieler ganz besonders trösten. Denn wegen seiner Oberschenkelverletzung hatte Linksverteidiger Alphonso Davies gar nicht erst ins entscheidende K.o.-Spiel eingreifen können.

"Wir wollten kein Risiko eingehen. Es war die richtige Entscheidung für ihn und seine Karriere", sagte Marsch über den Entschluss, den Bayern-Star 90 Minuten lang auf der Bank zu lassen.

Davies war bereits angeschlagen zur Heim-WM angereist, nachdem er im Halbfinale der Champions League gegen Paris Saint-Germain eine Oberschenkelverletzung erlitten hatte.

Letztlich reichte es im Turnierverlauf nur für einen Kurzeinsatz in der Zwischenrunde gegen Südafrika (1:0). Am Freitag habe es im Abschlusstraining dann einen Rückschlag gegeben, verriet Marsch.

Kanada-Drama nach Verletzung beim FC Bayern

"Er war bis vor zwei Tagen auf einem sehr linearen Weg und dann hat er wieder etwas gespürt", so der Coach. "Es stellte sich heraus, dass es nichts Ernstes ist, aber er hat sich nicht gut gefühlt und wir wollten es nicht erzwingen."

Trotz einer negativen MRT-Untersuchung habe man deshalb entschieden, den Top-Star gegen Marokko nicht einzusetzen. Zumindest in der Halbzeitpause hatte es Davies am Samstag in Houston dennoch mit leichtem Aufwärmen versucht.

Er habe aber das Gefühl gehabt, "dass ich noch nicht so weit war", gestand Davies selbst, als er den zahlreichen Journalisten sichtlich geknickt Einblicke in seine Gefühlswelt gab: "Es war mental sehr hart, da zu sitzen. Ich wollte keine Belastung für das Team sein, wenn ich nicht alles geben kann." Von außen habe er eine "sehr starke erste Halbzeit" gesehen: "Das Spiel war greifbar für uns."

"Ich glaube, Phonzie hat uns auf seine Art geholfen, so gut er konnte. Wenn er mehr hätte tun können, hätte er es gemacht", sagte Mitspieler Stephen Eustaquio. "Offensichtlich hätten wir ihn heute gut gebrauchen können. Wir haben ihn vermisst. Wenn es jemanden gibt, der Hakimi die Stirn bieten kann, dann ist es Phonzie."

Trotzdem überwog bei allen Beteiligten in Kanada letztlich der Stolz auf das Erreichte. "Unsere Reise bei der Weltmeisterschaft endet hier. Kanadas Fußballreise hat jedoch gerade erst begonnen", schrieb der Verband.

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