FC Schalke 04: Warum Edin Dzeko auf Millionen verzichtet
Edin Dzeko bleibt dem FC Schalke 04 treu - und das, obwohl es für den 40-Jährigen finanziell andernorts deutlich lukrativer gewesen wäre. Auf seiner ersten Pressekonferenz nach der Vertragsverlängerung machte der Stürmer keinen Hehl daraus, dass er durchaus Alternativen gehabt hätte. "Ich hatte noch drei Optionen, ja. Ich wollte nur für Schalke weiterspielen. Zu einem anderen Klub wäre ich nicht gegangen", erklärte Dzeko den anwesenden Journalisten. Auftaktspiel der 2. Liga: VfL Bochum vs. Hertha BSC am Freitag ab 19:50 Uhr live in Sat.1 und im Stream auf Joyn Wegen Bundesliga-Regeln: Muss Schalke Top-Talente verkaufen? Wie die "Sport Bild" in der vergangenen Woche aufgedröselt hatte, war es bei den Gehaltsverhandlungen jedoch durchaus turbulent zugegangen. Dzekos Berater sollen zunächst auf ein Jahresgehalt von über einer Million Euro gepocht haben - eine Summe, die für Schalke nicht darstellbar gewesen sei. Sportvorstand Frank Baumann reiste demnach sogar eigens ins kroatische Dubrovnik, wo Dzeko seinen Urlaub verbrachte, um dem Stürmer die klaren finanziellen Grenzen des Vereins persönlich zu erläutern und ihm konkrete Zahlen vorzulegen. FC Schalke 04: Dzeko verzichtet auf Millionensumme Am Ende einigte man sich auf ein Modell, das für einen Spieler seines Kalibers ungewöhnlich ist: Ein Grundgehalt von rund 900.000 Euro, ergänzt um gestaffelte Punktprämien sowie eine Klassenerhalts-Prämie von 100.000 Euro. Über diverse Bonuszahlungen von bis zu 450.000 Euro kann Dzeko am Ende der Saison auf bis zu 1,3 Millionen Euro kommen - vorausgesetzt, Schalke und er selbst liefern ab. "Aber darum ging es mir überhaupt nicht. Ich habe für diesen Verein gerne auf Geld verzichtet", wird der Stürmer zitiert. Sportlich hatte sich Dzeko mit starken Zahlen für eine Vertragsverlängerung empfohlen: In nur elf Zweitliga-Partien steuerte er sechs Tore und drei Assists zum Bundesliga-Aufstieg der "Knappen" bei. Nun soll er auch im deutschen Oberhaus für Furore sorgen - erstmals seit Dezember 2010, als er noch für den VfL Wolfsburg auflief. Schalke hofft derweil, einen Teil der Gehaltskosten über den Trikotverkauf wieder reinzuholen: Bereits seit seiner Rückkehr im Winter gehen Dzeko-Trikots mit der Rückennummer 10 weg wie warme Semmeln.