FC St. Pauli: Fangruppe "Ultrà Sankt Pauli" veröffentlichen Übergriffe in eigenen Reihen
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Hamburger Fußballclub St.-Pauli-Fangruppe veröffentlicht Übergriffe in eigenen Reihen
»Unterschiedlich gelagerte Fälle sexualisierter, physischer und psychischer Gewalt«: Die Vorwürfe gegen einige Fans des FC St. Pauli sind massiv. Veröffentlicht hat sie die eigene Gruppierung.
29.08.2026, 08.44 Uhr
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Die Fangruppe »Ultrà Sankt Pauli« hat Übergriffe in den eigenen Reihen öffentlich gemacht und mehrere Fans des Fußball-Zweitligisten lebenslang aus der eigenen Vereinigung ausgeschlossen. In der Mitteilung der Ultras ist die Rede von »unterschiedlich gelagerten Fällen sexualisierter, physischer und psychischer Gewalt« sowie von »Machtmissbrauch«.
Die »Ultràs Sankt Pauli« sind nach eigener Beschreibung die einflussreichste und größte Gruppe in der aktiven Fanszene des FC St. Pauli. Von den massiven Vorwürfen habe man während der Sommerpause erfahren. »Obwohl wir diese Personen teils über viele Jahre hinweg gekannt und mit ihnen unzählige gemeinsame Stunden verbracht haben, konnten wir nicht verhindern, dass sie zu Tätern werden«, heißt es in der umfangreichen Erklärung.
Die St.-Pauli-Ultras räumten ein: »Uns ist bewusst, dass wir als Ultràgruppe in einem Umfeld agieren, das strukturell auf der einen Seite übergriffiges Verhalten begünstigt und auf der anderen Seite dessen Aufarbeitung sowie Aufklärung erschwert.« Die Analyse der Fälle habe gezeigt, dass man in der Gruppe strukturelle Defizite und blinde Flecken habe.
Konkret heißt es über die Fanstrukturen: »Leistungsgedanke und Loyalität, aber auch Machtunterschiede und ein kritikwürdiges Männlichkeitsverständnis spielen in dieser Subkultur eine zentrale Rolle – auch in einer progressiven und linken Ultràgruppe wie unserer.«
Welche strafrechtlichen Konsequenzen die Fälle möglicherweise haben und wie der Verein darauf reagiert, ist noch nicht bekannt.
sak/dpa