FC St. Pauli - SpVgg Greuther Fürth 1:1 - Zum Remis verschmolzen
Der Saisonauftakt des FC St. Pauli endet mit einem 1:1 gegen Fürth. Der FCSP hatte mehr vom Spiel, Fürth die besseren Gelegenheiten. Ein guter Start, aber es ist noch viel zu tun. Die Analyse. (Titelfoto: Stefan Groenveld) Den ersten Spieltag einer Saison umgibt eine gewisse Magie. Weil alles noch unberührt ist. Alles ist noch möglich. 102 Punkte, 1910:0 Tore – oder das Gegenteil. Nach dem Spiel des FC St. Pauli gegen Fürth ist das nun nicht mehr der Fall, weder mit den Punkten, noch den Gegentreffern. Aber positiv war der Saisonstart trotzdem. Wenngleich es auch viele Dinge gibt, die unbedingt noch besser werden müssen. Die Aufstellung Der FC St. Pauli startete genau so, wie man es nach den Testspielen erwarten konnte: Die Startelf wurde im Vergleich zum letzten Test nicht verändert. Neuzugang Gísli Thórdarson stand leider nicht im Kader. Er hat sich eine muskuläre Verletzung im Oberschenkel zugezogen. Nach dem Spiel konnte Trainer Marcel Rapp noch nicht viel mehr zur Schwere der Verletzung sagen, in den nächsten Tagen dürften wir mehr dazu erfahren. Im Kader fand sich hingegen Eric Smith, der dann aber nur für wenige Minuten zum Einsatz kam und sich im Interview nach der Partie nicht so wirklich zu seiner Zukunft äußern wollte („Ich bin hier. Ich versuche, mein Bestes zu geben,“). Zudem stand Nachwuchsspieler Haron Sabah erstmals in einem Spieltagskader in der zweiten Liga. Auch bei der Spielvereinigung Greuther Fürth gab es keine Überraschungen. Das Team von Cheftrainer Heiko Vogel ging mit der identischen Startelf in die Partie, mit der es auch ins letzte Testspiel (3:0-Erfolg gegen Freiburg) ging. Das Team agierte gegen den Ball in einem flachen 4-4-2. Mit dem Ball wurde daraus ein 4-2-2-2. Und besonders das flache 4-4-2 sollte den FC St. Pauli herausfordern. FC St. Pauli erst griffig und druckvoll, dann passiv und anfällig Vorweg einmal schnell ein Blick auf das Pressingverhalten des FC St. Pauli, welches aufgrund der Spielanteile eine eher untergeordnete Rolle innehatte: Der FCSP presste sehr selten hoch, was vermutlich auch mit der Hitze zu tun hatte. Fürth spielte aber ohnehin bei leichtestem Gegnerdruck gerne lange Bälle, ein durchgehend hohes Pressing schien da auch nicht sinnvoll zu sein. Was ganz gut funktionierte, war das Gegenpressing, wodurch der FCSP auch nach Ballverlusten im letzten Drittel einige Male sehr schnell wieder in Ballbesitz kam. Wesentlich wichtiger für die Partie und auch wesentlich präsenter war das Aufbauspiel des FC St. Pauli. In diesem schoben die beiden Außenverteidiger konsequent auf eine Höhe mit den drei Offensivspielern. Die äußeren Innenverteidiger zogen sehr breit, vor allem David Nemeth agierte im Aufbau eher wie eine Art tiefer Rechtsverteidiger. Da sich Branimir Hrgota im Aufbau zumeist auf die linke Seite bewegte, bildete sich im Aufbau eine Art 3-2-5, mit Rasmussen und Fujita als Verbindungsspielern zwischen Innenverteidigung und Offensive. Fokus auf Flügeldurchbrüche Der Fokus des Teams wich nicht ab von dem, was man in den Testspielen beobachten konnte: Es wurde versucht, auf den Flügeln mit den Außenverteidigern in Flankenposition zu gelangen. Dabei gab es mehrere Wege, wie das versucht wurde. Eine mehr oder weniger einfache Variante konnte zu Spielbeginn beobachtet werden: David Nemeth erhielt den Ball auf der rechten Seite und spielte einen flachen langen Ball die Linie runter in den Lauf von Arek Pyrka. Das klappte zweimal, ehe Fürth den Raum auf dieser Seite viel enger machte, indem konsequenter rübergeschoben und auch Nemeth aggressiver angelaufen wurde. Entsprechend verlagerte sich das Aufbauspiel etwas mehr auf die linke Seite des FC St. Pauli. Dort stand Andō nicht ganz so weit außen wie Nemeth auf rechts, sondern eher im defensiven Halbraum. Dadurch ergab sich ein anderer Passwinkel und da dieser Seite Hrgota gerne im Halbraum aktiv ist, wurde oft versucht, hier ein Dreiecks-Spiel aufzuziehen, an dessen Ende im günstigsten Falls ebenso eine Flanke in den Strafraum segelt (oder ein Querpass). Beide Varianten klappten zu Spielbeginn zuverlässig, sodass der FC St. Pauli in der Anfangsphase so viele scharfe Hereingaben produzierte, wie gefühlt in der gesamten Rückrunde der Vorsaison nicht. Was fehlte, war mal die Präzision, mal die Feinabstimmung der Laufwege im Strafraum, mal das Gespür dafür, wann eine Flanke Sinn ergibt und wann sie kommen könnte. Marcel Rapp sprach nach der Partie davon, dass in der Offensive zumeist „Kleinigkeiten“ gefehlt haben und meinte damit neben den genannten Dingen auch eine Reihe knapper Abseitsentscheidungen. Auch Hrgota sprach nach Abpfiff davon, dass in der Offensive nur ein paar Kleinigkeiten gefehlt hätten und in vielen Situation dann auch ein wenig das Glück nicht auf FCSP-Seite gewesen sei, da viele Schüsse zum Beispiel noch geblockt wurden. Aber der FCSP kam auch anders zu Gelegenheiten als nur über Flanken: Nach eigenem Abstoß wurde die erste Pressinglinie durch einen hohen Ball von Mathisen auf Oppie schnell überbrückt. Von dort wurde der Ball ins Zentrum gespielt, Hrgota ließ durch für Hara, der per Kopf in den Lauf des nun durchstartenden Hrgota legte. Dieser spielte weiter auf Kaars, der mehr oder weniger frei durch war und aus halblinker Position im Strafraum dann aber lediglich einen Kuller-Ball produzierte, den dieser schön vorgetragene Angriff nicht verdient hatte. Plötzlich übernimmt Fürth das Spiel Nach dieser Szene sah man dann auch mehr und mehr die Defensive des FC St. Pauli in Aktion. Mehr als mir persönlich lieb gewesen ist. In Umschaltmomenten wurde es zum Beispiel mehrere Male gefährlich. In der 19. Minute gab es das erste Mal das zu sehen, was sich wie ein roter Faden durch die Vorbereitung zog: Der FC St. Pauli wurde ausgekontert. Nach einem Ballverlust hatte Appelkamp auf der rechten Seite in der eigenen Hälfte etwas Zeit, Klaus startete noch in der eigenen Hälfte durch und wurde mit einem langen Ball auf die Reise geschickt. Mathisen und Nemeth reagierten auf den Laufweg von Klaus nur verhalten, sodass dieser dann auch wirklich komplett alleine auf Voll zulief. Der FCSP-Schlussmann zeigte seinen „Voll-Spagat“ und parierte glänzend. Glück und Voll gehabt. Voll glänzt, der Rest nicht In der Folge war der FC St. Pauli nicht mehr so dominant. Klar, der Gegner kann nicht 90 Minuten unter Dauerdruck gesetzt werden, der FCSP fiel nun auch mal etwas tiefer. Dabei war er aber in einigen Szenen zu passiv, konnte keinen richtigen Druck auf den Gegner erzeugen. Vor allem nicht auf die gegnerischen Außenverteidiger, die jeweils Offensivspieler als Gegenpart hatten (und Kaars gegen Dehm bzw. Hara gegen Itter ist einfach kein perfektes Match). Fürth machte daraus insgesamt wenig, der FCSP überstand diese Phase ohne Gegentreffer, wenngleich Fürth schon der ein oder andere Abschluss gewährt wurde. So zum Beispiel auch bei der zweiten Großchance durch Klaus in der 36. Minute, als die gesamte Mannschaft des FC St. Pauli statt Gegenwehr eher Geleitschutz leistete und Fürth sich deshalb ansehnlich bis in den FCSP-Strafraum kombinieren konnte. Gleiches passierte auch in der 43. und 44. Minute, als erneut Klaus zweimal zum Abschluss kam. Anfälligkeit bei Umschaltmomenten ist natürlich etwas, was trainiert werden kann. Die Griffigkeit im Defensivspiel ist hingegen etwas, was auf dem Rasen vom Team selbst kommen muss – und die war im zweiten Teil der ersten Halbzeit ganz sicher ausbaufähig. Es muss so klar formuliert werden: Der FC St. Pauli hat nur dank Ben Voll die erste Hälfte ohne Gegentreffer überstanden. Auch mit dem Ball hatte der FCSP in der ersten Hälfte mit dem 4-4-2 der Fürther zunehmend Probleme. Denn das griff immer besser gegen den Außenbahn-Fokus, indem die Fürther sehr stark auf die Seiten rausschoben. Es war für den FCSP nicht mehr so einfach, aus der Innenverteidigung heraus direkt die hochstehenden Außenverteidiger zu bedienen. Das Team musste sich mehr und mehr durch das Zentrum quälen, versuchte, die Sechser mehr einzubinden, was aber (noch) nicht so wirklich klappen mochte. So ging es mit einem 0:0 in die Pause. Der FCSP hatte mehr vom Spiel, aber Fürth die klar besseren Gelegenheiten. Traumstart in zweite Hälfte, bitteres Ende Die zweite Halbzeit hatte dann aber den perfekten Start für St. Pauli parat: Nach wenigen Sekunden gab es einen Eckball. Diesen trat Hrgota perfekt in die gefährliche Zone zu Mathisen, der ziemlich frei aus wenigen Metern ins Fürther Tor einköpfen konnte. Diese 1:0-Führung zum Start in die zweite Halbzeit ist eigentlich die perfekte Ausgangssituation für den weiteren Spielverlauf. Denn nun hätte Fürth, das lange sehr passiv war, sein Spiel mehr und mehr öffnen müssen. Doch die Führung hielt nur kurz. Rapp erklärte später: „Wir kriegen zu schnell den Gegentreffer.“ Anders hätte das Momentum beim Team bleiben können, welches dann an Selbstsicherheit gewonnen hätte, so der FCSP-Cheftrainer. Doch dafür hätte das Team in der Arbeit gegen den Ball nicht zu passiv sein dürfen. Denn natürlich führte ein abgefälschter Schuss zum Gegentreffer, der damit durchaus unglücklich fiel. Aber aufgrund der Sekunden davor dürfen sich gleich mehrere FCSP-Spieler eine Teilschuld an diesem Gegentreffer geben. Denn erneut konnte Fürth in der kritischen Zone zentral vor dem eigenen Strafraum recht unbehelligt den Ball führen. Das. Darf. Nicht. Passieren. In diesem Bereich ist gewissermaßen „Code Red“ angesagt und es muss, natürlich ohne Foul, maximal konzentriert und vor allem konsequent gegen Ball und Gegner agiert werden. Damit hatte der FC St. Pauli schon in der ersten Hälfte Probleme. In dieser Szene war es nicht besser und entsprechend ist dieser Gegentreffer zwar zu dem Zeitpunkt ärgerlich, aber ebenso verdient. Doch so bitter der Gegentreffer auch war, er änderte nichts daran, dass der FC St. Pauli im Anschluss richtig gut wurde. Beste Phase des FC St. Pauli bleibt ohne Lohn Der FC St. Pauli war in der zweiten Hälfte das bessere Team. Es fehlte oft nicht viel, der Druck war da und es gab nun auch einige Chancen mehr als noch im ersten Abschnitt. Auf das 4-4-2 reagierte das Team nun mit einer stärkeren Einbindung der Sechser. Rasmussen und Fujita agierten nun in Ballbesitzphasen deutlich offensiver. Über sie wurde immer wieder das Spiel verlagert und so konnten die Außenverteidiger wieder besser ins Spiel gebracht werden. Die Chance von Hara in der 54. Minute ist ein gutes Beispiel dafür, bei der die Verlagerung nicht über die Innenverteidiger, sondern weiter vorne, über die Sechser geschah und so Räume vorhanden waren. Sowieso war der FC St. Pauli in den Minuten nach dem Ausgleich klar tonangebend. Kaars netzte zwei Minuten nach der Hara-Chance ein, stand aber in der Entstehung im Abseits. Danach verpasste Hrgota einen feinen Chip-Ball von Mathisen nur knapp, Hellstern lenkte einen unorthodoxen Kopfball von Kaars über die Latte und Nemeth köpfte eine Eckball-Flanke im Gedränge knapp links am Tor vorbei. Fürther Offensivaktionen gab es in dieser Phase, abgesehen von wenigen und ungefährlichen Umschaltmomenten, so gut wie keine. Es war eine richtig gute Phase des FC St. Pauli, bei der das Team zeigte, dass es mit tiefstehenden Gegnern in der zweiten Liga schon ganz gut zurechtkommt. Einzig das Tor hat gefehlt, es wäre in dieser Phase verdient gewesen. Doch mit zunehmender Spieldauer zerschmolz das gut strukturierte und dominante Spiel des FC St. Pauli. Die Passgenauigkeit zerronn so wie Butter, die zu lange in der Sonne steht. Die Spieler betonten nach Abpfiff zwar unisono, dass die Hitze schon eine Wirkung auf das Spiel hatte, aber dass eben beide Teams damit zu kämpfen gehabt hätten. Aber es gab einen wichtigen Unterschied, der den Gästen in die Karten spielte: Der FC St. Pauli wollte diese Partie gewinnen. Fürth hingegen schien mit dem Unentschieden zufrieden zu sein, tat insgesamt sehr wenig und verschleppte das Tempo, wo es nur ging. Foul an Jones bleibt ungeahndet Zwei gefährliche Szenen vor dem Fürther Tor gab es dann aber noch kurz vor Schluss, einmal für das Tor selbst, einmal für die Nase von Ricky-Jade Jones. Erst spielte Mathisen erneut einen feinen Chip-Ball auf den hinter der Kette lauernden Hrgota, der diesen dieses Mal auch erreichte, sich dann aber drehen musste, um auf das Tor zu schießen. So konnte der Fürther Torwart Hellstern den Winkel extrem verkleinern und den Abschluss zur Ecke klären. Kurze Zeit nachdem der folgende Eckball geklärt war, wurde der eingewechselte Ricky-Jade Jones von Neuzugang Jansson auf die Reise geschickt. Erst stellte er geschickt seinen Körper rein, dann spitzelte er den Ball per Kopf an Gegenspieler Heuer vorbei, der daraufhin mit seinem Kopf an die Nase des FCSP-Angreifers rauschte. Jones blieb mit blutender Nase liegen. Schiedsrichter Harm Osmers entschied zum Entsetzen vieler nicht auf Elfmeter und ich frage mich auch noch Stunden nach Abpfiff, in welcher Regelauslegung das keiner sein kann. Allein für die Tatsache, dass Heuer so plump in den Zweikampf ging, hätte er einen „Elfmeter wegen doof“ gegen sich kassieren müssen. Rapp erklärte auf der PK, dass Osmers ihm sagte, er habe nicht auf Foul entschieden, weil es sich um einen „Unfall“ gehandelt habe. Das trifft so ungefähr auf 75% aller Fouls zu, in denen Spieler den Ball erreichen wollen, es aber nicht schaffen. Egal, ob Unfall oder nicht, das ist ein klarer Elfmeter, der dem FC St. Pauli da verweigert wurde. Besonders bitter ist gewesen, da Jones auf dem Feld behandelt werden musste und deshalb im Anschluss auch noch eine Minute draußen warten musste – nach einer solchen Szene. Das ist schon eine Art Doppel-Bestrafung für ein Vergehen des Gegners. Wer diese Szene sicher am allerwenigsten versteht, dürfte Jones selbst sein. Schließlich kam er Mitte Januar im Kampf um den Ball mit Dortmunds Maximilian Beier einen kleinen Ticken zu spät. Der Dortmunder hatte den Ball mit dem Fuß bereits weggespitzelt, ähnlich wie Jones es gegen Fürth mit dem Kopf tat. Ein ärgerliches, aber unstrittiges Foul war die Folge, so schrieb ich das auch damals im Spielbericht (bevor mir hier eine FCSP-Brille vorgeworfen wird). Schiedsrichter der Partie war damals übrigens… Harm Osmers. Der entschied auf Freistoß und wurde vom VAR darauf aufmerksam gemacht, dass das Foul im Strafraum stattfand. Nun unterschied sich die Szene nur dadurch, dass die Situation klar im Strafraum stattfand und es eben ein Kopfballduell gewesen ist. Macht für mich keinen Unterschied, für Osmers anscheinend schon. In der Nachspielzeit fast noch der Super-GAU Aber sei es drum, halten wir es lieber mit Fabian Hürzeler, der immer sagte, dass der FC St. Pauli so gut sein muss, dass Gegner und Schiedsrichter-Entscheidungen ihm nichts anhaben können. Der FCSP hatte in den 30 Minuten vor dieser Szene genug Möglichkeiten, um in Führung zu gehen, es gelang aber nicht. Angenehm übrigens auch, dass Marcel Rapp auf der PK sehr nüchtern und unaufgeregt zur Szene Stellung nahm, erklärte, dass es für ihn ein klarer Elfmeter gewesen ist und dass Osmers das irgendwie anders gesehen hat und gut. Da schäme ich mich fast für die letzten beiden Absätze, daher also schnell weiter zum Spielende: Denn fast hätte der FC St. Pauli in der Nachspielzeit noch so richtig doof aus der Wäsche geschaut. Nemeth misslang eine Kopfballklärung komplett, Fürth kam so durch Sillah an den Ball, der Srbeny in Schussposition an den Ball brachte. Erneut war es einer überragenden Parade von Ben Voll zu verdanken, dass sich der FCSP keinen Gegentreffer fing. Das wäre dann aber auch eine wirklich ärgerliche und unverdiente Niederlage für den FC St. Pauli gewesen. So blieb es beim Unentschieden. Ein gerechtes Ergebnis. Der FC St. Pauli hatte insgesamt mehr vom Spiel und war vor allem in der zweiten Hälfte das klar bessere Team. Aber es fehlte dann doch die Genauigkeit in vielen Situationen. Fürth hingegen hatte vor allem in der ersten Hälfte eine Reihe guter Gelegenheiten ungenutzt gelassen und wird sich ärgern, nicht in Führung gegangen zu sein. Mehr Spielanteile auf der einen, ein paar hochkarätige Chancen auf der anderen Seite – das ergibt zusammen ein gerechtes Unentschieden, wenngleich die zweite Hälfte schon vielversprechend war und der FC St. Pauli aufgrund dessen drei Punkte eher verdient gehabt hätte. Ein guter Start, aber da kommt hoffentlich noch mehr Das Spiel zeigte aber auch klar auf, dass es noch ziemlich viel zu tun gibt für den FC St. Pauli. Die vielen Chancen, die das Team zugelassen hat, werden sicher ein großes Thema in der Trainingswoche sein. Denn Fürth ist vermutlich nicht das Team, das in der nun eröffneten Zweitligasaison die gefährlichste Offensive der Liga stellen wird (wenngleich sie in der Vorsaison vor allem mit der hohen Anzahl an Gegentreffern Probleme hatten, nicht mit zu wenig eigenen Treffern). Da werden noch ein paar andere Kaliber kommen, die sowohl die Offensive als auch die Defensive des FCSP anders fordern werden. Trotzdem brachte dieses Spiel viele positive Eindrücke, lieferte erste vielversprechende Ansätze, wie tiefstehende Gegner geknackt werden können. Nach Abpfiff überwog zwar etwas die Ernüchterung, doch streckenweise sah das ziemlich dominant aus, was der FCSP da spielte. Es fehlte einzig der zweite Treffer, der aber durchaus drin war, das macht Mut. Nun wird die kurze Woche bis zum Kiel-Spiel hoffentlich effizient genutzt, sodass die Körper sich nach dem Einsatz in der Hitze gut erholen können (die Wettervorhersage für Freitag deutet auf ähnliche Bedingungen hin) und die Erkenntnisse aus dem Saisonauftakt für Verbesserungen im eigenen Spiel genutzt werden können. Denn mit Kiel wartet nun eines der „anderen Kaliber“ von denen ich im Absatz zuvor schrieb. Das wird eine große Herausforderung und womöglich auch ein sehr ansehnliches Fußballspiel. Ich freue mich nach diesem Auftakt jedenfalls noch mehr auf die Saison als vorher. Immer weiter vor! // Tim Alle Beiträge beim MillernTon sind gratis. Wir freuen uns aber sehr, wenn Du uns unterstützt. Das Verfassen von Kommentaren ist nur nach Registrierung möglich. Bitte bei Bedarf eine E-Mail mit Klarnamen und gewünschtem Username an Maik@MillernTon.de schicken.