FCN - „Werde niemanden pushen!“ Klose-Ansage an 10-Millionen-Mann
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen „Er wird keine Soforthilfe sein können, wir werden gemeinsam Geduld benötigen.“ Gais – Auch bei der offiziellen Verkündung von Neuzugang Mikayil Faye (21/Leihgeschäft bis 2027) trat Nürnbergs Sportvorstand Joti Chatzialexiou (50) am Donnerstagmorgen ungewöhnlich scharf auf die Euphoriebremse. Keiner im FCN-Umfeld soll nur ansatzweise die Hoffnung haben, dass der ehemalige Profi des FC Barcelona (wechselte 2024 für 10,3 Millionen Euro zu Stade Rennes) schon in den nächsten Wochen den Club verstärken kann. Zum einen liege das an Fayes unzureichendem Fitnesszustand (zuletzt nur Privattraining). Zum anderen an seiner fehlenden Spielpraxis. Beim letzten Leihklub US Cremonese (Italien) kam der senegalesische Innenverteidiger in der gesamten Saison nur zu zwei mickrigen Startelfeinsätzen. „Brauche ein Commitment von ihm!“ Aber der körperliche Rückstand und die Eingewöhnung in den deutschen Zweitliga-Fußball scheinen nicht die einzigen Gründe für die zurückhaltenden Transferaussagen zu sein. Trainer Miroslav Klose (48) sieht bei Faye offenbar auch Lernbedarf abseits des Platzes: „Der Junge weiß, dass vieles von ihm kommen muss. Ich werde niemanden pushen und niemanden irgendwohin tragen, was Pünktlichkeit angeht. Er muss lernen, sich zu quälen. Das wird sicher nicht einfach, wenn man für eine bestimmte Zeit zwei, drei Einheiten am Tag absolvieren muss. Da muss er mitziehen.“ Dass dieser Lernprozess auch von Klose selbst einiges abverlangen wird, ist dem deutschen WM-Rekordtorschützen bewusst: „Wir wissen, dass er ein Jahr keinen Fußball gespielt hat. Deswegen müssen wir da Geduld mitbringen. Aber wir unterstützen Faye dabei. Ich habe selbst Kinder im Alter von 21 und weiß daher, dass diese ab und zu noch anderes im Kopf haben.“