FCN: Wo es beim Club noch klemmt, wo es schon gut funktioniert!
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Nürnberg – Franken hat seinen Club wieder. Am Sonntagabend kehrte die Mannschaft von Miroslav Klose (48) um kurz nach 18 Uhr vom Trainingslager in Südtirol zurück. Im Gepäck hatte der FCN nicht nur einen neuen Spieler (Innenverteidiger Mikayil Faye), sondern auch reichlich Selbstbewusstsein. Immerhin zeigte die Klose-Elf gegen den italienischen Zweitligisten FC Palermo (2:2) das bisher beste Vorbereitungsspiel. Knapp zwei Wochen vor dem Saisonstart gegen Dynamo Dresden (9.8.) sagt BILD, wo es beim 1. FC Nürnberg noch klemmt und was schon gut funktioniert. Mittelfeld Gegen die Sizilianer ließ Klose erstmals sein bestes Mittelfeld gemeinsam wirbeln. Und tatsächlich zeigten Markhiev, Fernandez, Justvan, Becker und Zoma große Spielfreude. Nicht nur nominell dürfte es kein Zweitliga-Team geben, das in diesem Mannschaftsteil deutlich besser besetzt ist. Ob dieses Quintett aber auch noch im Herbst so zusammenspielt, wird sich wohl erst Ende August (Zoma-Verkauf?) zeigen. Abwehrreihe Bis auf Club-Keeper Jan Reichert (25) hat Klose im Sommer alle Stammkräfte in der Defensive verloren. Gegen Palermo war die neuformierte Viererkette (Janisch, Kalogeropoulos, Otto, Porstner) nur in der Anfangsphase wirklich gefordert. Wie sattelfest Nürnberg derzeit steht, wird wohl erst das Heimspiel gegen Dresden zeigen. Dann hat Sportvorstand Joti Chatzialexiou („Sind gerade in guten Gesprächen mit zwei Spielern“) womöglich auch endlich einen neuen Linksverteidiger gefunden. Der Nachfolger von Berkay Yilmaz (21/zurück nach Freiburg) dürfte mitentscheidend sein über Nürnbergs Aufstiegschancen. Sturm Auch wenn FCN-Youngster Piet Scobel (21) gegen Palermo am Samstag leer ausging, scheint der gebürtige Pinneberger einen großen Sprung in der Sommerpause gemacht zu haben. Scobel wirkt dynamischer und zweikampfstärker als über weite Teile der Rückrunde. Das macht Hoffnung auf die neue Saison. Dennoch bleibt immer noch die große Abhängigkeit von der Treffsicherheit eines Mohammed Ali Zoma (22/zehn Rückrundentreffer). Sollte der Italiener noch verkauft werden, fehlt dem FCN weiter ein Stürmer, der locker für zehn Tore und mehr gut ist. Ob Scobel, 1860-Neuzugang Sigurd Haugen (29) oder Routinier Adriano Grimaldi (35) das ausgleichen könnten, ist mehr als fraglich. BILD-Fazit Klose ist mit seinem Team definitiv weiter als zum vergleichbaren Zeitpunkt der Vorsaison. Wenn die Mannschaft gehalten und noch verstärkt wird (Linksverteidiger, Sechser), ist ein Platz im oberen Tabellendrittel mehr als realistisch.