Fed Leitzins erhöht erstmals seit drei Jahren
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Washington – Im Kampf gegen die hartnäckig hohe Inflation hebt die US-Notenbank „Fed“ den Leitzins an. Der geldpolitische Schlüsselsatz wurde am Mittwoch um einen Viertelpunkt erhöht – auf die neue Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent. Es ist die erste Anhebung des Leitzinses seit mehr als drei Jahren.
Die Entscheidung der US-Notenbank war von den Finanzmärkten mit Spannung erwartet worden. Die Händler hatten mehrheitlich mit einer Erhöhung des Leitzinses gerechnet. An den Märkten wurde die Wahrscheinlichkeit eines Zinsschritts zuletzt auf rund 90 Prozent geschätzt.
Hintergrund ist die in den USA weiterhin erhöhte Inflation. Viele Anleger hoffen, dass die Notenbank Preissteigerungen dauerhaft unter Kontrolle bringen kann, ohne die Wirtschaft in eine schwere Krise zu stürzen. Allerdings gibt es auch Zweifel, wie wirksam weitere Zinserhöhungen tatsächlich sind. Der Chefanleger des Finanzdienstleisters „Mast Investments“, Yung-Shin Kung, warnte vor überzogenen Erwartungen. Höhere Zinsen seien nur begrenzt geeignet, Faktoren wie Zölle zu bekämpfen.
US-Präsident Donald Trump (80) hatte sich in den vergangenen Monaten wiederholt für niedrigere Zinsen ausgesprochen – nicht höhere. Einige Analysten warnten deshalb, ein Verzicht auf eine Zinserhöhung könnte Zweifel an der Unabhängigkeit der „Fed“ auslösen. Entsprechend aufmerksam verfolgen die Investoren jetzt die Reaktionen aus dem Weißen Haus.
FED Leitzins erhöht und leichte Entspannung beim Öl
Für etwas Entspannung sorgte derweil der Ölmarkt. Nach deutlichen Preisaufschlägen in den vergangenen Tagen gaben die Notierungen für Rohöl wieder nach.