Fed: Protokolle zeigen wachsende Sorge der US-Notenbank über Inflation
Washington. Der neue Fed-Chef Kevin Warsh hat die Notenbank auf der ersten Sitzung unter seiner Leitung auf die Bekämpfung der Inflation eingeschworen. Dies kam in dem expliziten Bekenntnis zum Ausdruck, für Preisstabilität zu sorgen. Wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Protokollen der Juni-Sitzung weiter hervorgeht, kamen die Währungshüter zugleich überein, im Begleittext zum Zinsentscheid eine Formulierung zu streichen, die auf eine Tendenz zur geldpolitischen Lockerung bei künftigen Entscheidungen hingedeutet hatte. Warsh hat sich vorgenommen, die Notenbank zu reformieren. Er ließ dabei auf seiner ersten Pressekonferenz als Notenbankchef Kritik an der Arbeit der Fed unter seinem Vorgänger Jerome Powell anklingen, die die Inflation in den vergangenen Jahren nicht in den Griff bekommen habe. Den Mitschriften zufolge konstatierten die Währungshüter, dass die Inflation im Vergleich zum Inflationsziel von 2,0 Prozent weiterhin erhöht sei. Vor diesem Hintergrund war man sich einig, im Begleittext das Ziel der Preisstabilität zu betonen. Eine Mehrheit der Teilnehmer merkte zudem an, dass sie Vorteile in einem kürzeren Text sehe.