Fehler: «Ich dachte, jetzt ist alles vorbei»
Lewis Hamilton kreuzt die Ziellinie des Bahrain-GP als Dritter hinter Max Verstappen und Kimi Antonelli. Der 41-jährige Brite zeigte auf dem Sepang International Circuit von Malaysia eine kampfstarke Leistung und arbeitete sich nach ganz schwierigem ersten Rennteil (zwischendurch auf P18) wieder nach vorne – 208. Podestplatz seiner Formel-1-Karriere, sein sechster in dieser Saison, aber sein erster seit P3 in Silverstone Anfang Juli!
Wäre in diesem Rennen für den siebenfachen Champion mehr drin gewesen? Wahrscheinlich nicht: Denn Hamilton war zwar aus Reihe 1 losgefahren, und musste danach die Ferrari-Fehlentscheiden verkraften, mit profillosen Reifen ins Rennen zu gehen (Intermediates waren die bessere Wahl), dann aber tankte sich Hamilton nach vorne, doch den Speed von Verstappen und Antonelli konnte er an diese Tag halten. Daher: P3 nach so einer tollen Fahrt ist wirklich das Maximum der Gefühle.
Kein Fahrer ist in Malaysia beliebter als Lewis Hamilton, das liegt nicht nur an seinen beispiellosen Erfolgen, sondern auch an der Tatsache, dass er früher als Mercedes-Fahrer unzählige Auftritte in diesem Land hatte, für Mercedes-Partner Petronas.
Als Hamilton im Rennen vorrückte, war der Jubel von den Tribünen unüberhörbar, und als Lewis zum ersten Interview nach dem packenden Rennen trat, kamen von den Rängen die Rufe: «Le-wis! Le-wis! Le-wis!»
Besagte Le-wis nach dem Bahrain-GP von Malaysia: «Zunächst mal herzliche Gratulation an Max. Was für ein anstrengendes Rennen! Jeder konnte unsere Reifenwahl mit Slicks zu Beginn des Rennens sehen, und es war nicht einfach, die Gegner auf ihren Intermediates einfach so davonfliegen zu sehen.»
Zur Erinnerung: Hamilton zwischen durch nur auf Platz 18 …
Der Brite weiter: «Ich sagte mir: ‘Jetzt nicht lockerlassen! Vielleicht ergibt sich ja noch eine Chance im späteren Verlauf des Rennens.’ Und genau so kam es.»
«Klar kann man die erste Reifenwahl in Frage stellen, aber das Team hat bei allen späteren Reifenwechseln einen hervorragenden Job gemacht. Ich habe den Eindruck, ich war im ganzen GP ständig am Gegner jagen, das war anstregend, hat aber auch enormen Spass gemacht. Daher sage ich: Von all meinen Rennen hier in Malaysia ist dies das beste, das ich je erlebt habe.»