Fehlerhafte Sicherheitsgurte: VW ruft 3 Modelle zurück - über 2.000 Fahrzeuge in Deutschland betroffen
Beim VW ID.Polo sowie den Modellen Terramar und Raval des Tochterunternehmens Cupra kann die Befestigung eines vorderen Sicherheitsgurts fehlerhaft sein. Dadurch ist die Rückhaltewirkung bei einem Unfall möglicherweise eingeschränkt. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat bislang keine Sach- oder Personenschäden im Zusammenhang mit den Rückrufen gemeldet.
Rückrufe bei VW und Cupra: Diese Modelle sind betroffen
Vom VW ID.Polo müssen weltweit 1.109 Fahrzeuge in die Werkstatt, davon 239 in Deutschland. Bei Cupra Terramar und Raval sind 10.151 Fahrzeuge betroffen, darunter 1.936 hierzulande. Halter sollten prüfen lassen, ob ihr Fahrzeug vom Rückruf betroffen ist, erklärt das KBA.
Sicherheitsgurte werden in der Werkstatt geprüft und falls nötig ersetzt
VW kontrolliert die Befestigung des Beifahrergurts an der B-Säule, bei Cupra geht es um die unteren Verankerungspunkte der vorderen Gurte. Falls nötig, wird der Gurt ersetzt. VW-Kunden sollten den Rückrufcode 69G1, Cupra-Kunden den Code 69C8 angeben. Beim ID.Polo ist nur der Beifahrergurt an der B-Säule fehlerhaft montiert. Bei den Cupra-Modellen sind laut KBA die vorderen Sicherheitsgurte am unteren Verankerungspunkt fehlerhaft. Das betrifft sowohl den Beifahrer- als auch den Fahrersitz.
VW startet Rückruf für 2 Millionen Autos – aber es fehlen wohl entscheidende Schrauben
Für VW ist es der zweite Rückruf innerhalb kürzester Zeit. Aufgrund eines technischen Defekts musste der Konzern kürzlich weltweit rund 4,64 Millionen Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Škoda und Seat zurückrufen, davon etwa 1,36 Millionen in Deutschland. Das große Problem: Offenbar fehlen dem Autobauer die für die Reparatur nötigen Schrauben.
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Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes besteht die Gefahr eines Lenkungsausfalls, wodurch die betroffenen Pkw im Extremfall nicht mehr steuerbar sind. Der Großteil der deutschen Rückrufe entfällt mit knapp 900.000 Autos auf VW-Modelle wie den Golf, Tiguan, Touran und Caddy aus den Baujahren 2013 bis 2024. Zudem sind hierzulande fast 60.000 Stück des Audi Q3 betroffen, die zwischen Oktober 2017 und Mai 2024 gefertigt wurden.
VW im Überblick: Größe, Struktur und globale Bedeutung
Als einer der weltweit führenden Fahrzeughersteller nimmt das Wolfsburger Unternehmen die Spitzenposition auf dem europäischen Automobilmarkt ein. Das Portfolio der Dachgesellschaft bündelt eigenen Angaben zufolge vielfältige Fahrzeugmarken, spezialisierte Unternehmenssparten sowie ein eigenes Finanzressort, wobei der Fokus strategisch auf der Transformation hin zur softwarebasierten und voll elektrischen Mobilität liegt.
Die globale Präsenz des Industriegiganten erstreckt sich über 111 Fertigungsstätten in 26 Staaten auf fünf Kontinenten. Mit einer internationalen Belegschaft von rund 663.000 Beschäftigten prägt das Unternehmen als einer der weltweit bedeutendsten Fertigungsbetriebe maßgeblich den globalen Arbeitsmarkt.